HansGeorg Primus

HansGeorg Primus wurde am 22.02.1920 in Berlin geboren. Nach der Schulzeit und dem Arbeitsdienst verpflichtete ihn die Wehrmacht als Soldat für den Polen und Frankreichfeldzug. Nach schwerer Verwundung im anschließenden RusslandFeldzug kehrte er nach Berlin zurück und begann als Gasthörer das Studium der Zeitungswissenschaften. Dieses musste er allerdings wieder unterbrechen, weil er vom Oberkommando der Wehrmacht als Lehrer an einer Panzertruppenschule eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er mit seiner Familie zu einem Waldgut im Kreis Hünfeld, wo er zum ersten Mal enge Beziehungen zum Wald und zur Forstwirtschaft knüpfen konnte. 1951 wählte ihn die Stadt Gersfeld zum Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis zu seiner Pensionierung am 30.06.1982 ohne Unterbrechung aus.


In seiner langjährigen Tätigkeit als Bürgermeister setzte er sich aktiv für die Ausweitung der Waldfläche der Stadt Gersfeld in der Hohen Rhön durch Ankäufe und Aufforstungen ein. Schon 1954 trat diese dem Hessischen Waldbesitzerverband bei. Im selben Jahr gründete Primus die Forstbetriebsvereinigung "Forstliche Arbeitsgemeinschaft Hohe Rhön" und wurde ihr 1. Vorsitzender. Es folgte die Benennung zum Mitglied im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) und die Wahl in den erweiterten Vorstand des Hessischen Waldbesitzerverbandes im Jahre 1977.


Von 1959 bis 1962 war HansGeorg Primus in verschiedenen forstwirtschaftlichen Gremien aktiv; im DFWR zum einen als Ständiger Vertreter der AGDW für den Körperschaftswald und zum zweiten als Mitglied im Unterausschuss Raumordnung und Landschaftspflege des Rechts und Forstpolitischen Ausschusses. Im Hessischen Waldbesitzerverband war Primus Vorsitzender des Kommunalwaldausschusses und stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe Fulda. 1970 folgte die Wahl zum Vorstand des Rechtsausschusses der AGDW und im selben Jahr auch die Wahl zum Vizepräsidenten des Hessischen Waldbesitzerverbandes.
Die Mitgliederversammlung des DFWR bestimmte Primus 1974 zum stellvertretenden Präsidialmitglied und 1977 zum Vollmitglied im Präsidium als Vertreter des Kommunalwaldes. Am 24.05.1978 wurde er schließlich als Nachfolger von Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Speidel zum Präsidenten des DFWR gewählt. Während seiner aktiven Zeit integrierte er mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz die verschiedenen forstlichen Gruppen im DFWR trotz gelegentlich unterschiedlicher Interessenslagen. Auch nach außen vertrat er die Belange der deutschen Forstwirtschaft mit großem Erfolg. Besonders baute er in regelmäßigen Besprechungen konsequent die Partnerschaft zum Deutschen Holzwirtschaftsrat aus und pflegte zu vielen wichtigen Vertretern der deutschen und ausländischen Forstwirtschaft freundschaftliche Kontakte.


HansGeorg Primus übte eine Reihe von weiteren Ämtern und Ehrenämtern in forstlichen und nichtforstlichen Bereichen aus. Anlässlich seines 60. Geburtstages wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Ehrenplakette in Gold des Hessischen Ministers für Landesentwicklung, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten verliehen. Der DFWR würdigte seine Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenmitglied am 10.05.1983.

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