Ulrich Maier

Als Nachfolger von Alexander Freiherr von Elverfeldt wählte die Mitgliederversammlung des Deutschen Forstwirtschaftsrates am 03.07.1990 in München den Bürgermeister der Stadt Wildbad im Schwarzwald, Ulrich Maier, zum neuen Präsidenten. Trotz seiner nur zweijährigen Amtszeit gelang es Maier nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 03.10.1990 durch die Aufnahme von 14 neuen Mitgliedern aus den fünf hinzugekommenen Bundesländern am 06.06.1991 die neuen politischen Verhältnisse auch im DFWR umzusetzen. Darüber hinaus überschatteten zwei wichtige Ereignisse seine forstpolitische Arbeit, deren Folgenbewältigung er durch überlegtes Handeln und großes Engagement sofort einleiteten konnte. Es waren dies zum einen die gewaltigen Orkanschäden zu Beginn des Jahres 1990 und zum anderen das Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Nichteinbeziehung der Forstwirtschaft in das Absatzfondgesetz im August 1990. Maier setzte sich stets für eine rasche Lösung der Schwierigkeiten ein und verstand es, den politisch verantwortlichen Institutionen und Personen die Probleme wirkungsvoll vorzutragen. Sein besonderer Einsatz galt dem breitgestreuten Waldeigentum in den neuen Bundesländern. Er versuchte deren Leistungsfähigkeit, entsprechend seine Grundüberzeugung der "Versöhnung" von Ökonomie und Ökologie, zu erhöhen.


Ulrich Maier wurde am 12.11.1943 in Stuttgart geboren, wuchs in Schnait im Remstal auf und absolvierte nach der allgemeinen Schulzeit eine fünfjährige Ausbildung für den württembergischen gehobenen Verwaltungsdienst in Kaisersbach im Schwäbischen Wald und Ostelsheim im Landkreis Calw. Mit Abschluss des folgenden Ausbildungsabschnittes an der Verwaltungshochschule in Stuttgart wurde Ulrich Maier Fachbeamter für das Finanzwesen der Gemeinde Großaspach und persönlicher Mitarbeiter des Finanzbürgermeisters der Großen Kreisstadt Backnang. Bereits mit 25 Jahren wählte ihn die Gemeinde Calmbach zum Bürgermeister. Dieses Amt übernahm er auch 1974 nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Bad Wildbad und Calmbach in der Gesamtstadt Bad Wildbad. Die Stadt mit ihren rund 10.000 Einwohnern, einer Gemarkungsfläche von ca. 10.500 ha und einer Gemeindewaldfläche von über 2.000 ha verfügt inklusiver aller anderen Waldbesitzarten über ein Bewaldungsprozent von 91.


Am 15.01.1986 übernahm Ulrich Maier das Präsidentenamt der Forstkammer BadenWürttemberg für mehrere Jahre. Darüber hinaus war er Mitglied im Forstausschuss der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände. Im DFWR arbeitete er seit 1983 in der Mitgliederversammlung und seit 1989 im Präsidium aktiv mit.

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