Hermann Ilaender

Von 1995 leitete Herman Ilaender als 9. Präsident den Deutschen Forstwirtschaftsrat.

In diesem Amt kämpfte er vor allem für eine Verbesserung der forstwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine effektivere Holzabsatzförderung. Im Vorstand des Holzabsatzfonds setzt er sich aus diesem Grund seit der Neuorganisation dieses Gremiums im Oktober 1999 für die Interessen und Forderungen der deutschen Forstwirtschaft ein. Auf internationaler Ebene arbeitet Ilaender bei der Entwicklung des PanEuropäischen ForstZertifizierungssystems (PEFC) mit und engagiert sich für Deutschland seit 1999 im paneuropäischen Forstzertifizierungsrat (PEFCC) als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand. Auf nationaler Ebene vertritt Ilaender die Interessen des Privatwaldes als Mitglied im Deutschen ForstZertifizierungsrat. Inhaltlich baut das PEFC auf den von 37 Nationen im PanEuropäischen Prozess (Helsinki 1993, Lissabon 1998) verabschiedeten internationalen Beschlüssen auf. Es überträgt diese internationalen Vereinbarungen auf die jeweilige nationale bzw. regionale Ebene und entwickelt daraus, möglichst im Konsens mit allen Interessengruppen, die Zertifizierungskriterien. Allen Waldbesitzern wird somit ein kosteneffizientes Zertifizierungssystem zur Verfügung gestellt.

Im DFWR ist Herman Ilaender seit 1989 als Vertreter des Körperschaftswaldes in der Mitgliederversammlung und seit 1992 als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände im Präsidium aktiv. Darüber hinaus nimmt er weitere wichtige Ämter und Aufgaben in mehreren forstlichen Organisationen wahr. Zum einen vertritt er den Waldbesitzerverband RheinlandPfalz als Erster Vorsitzender, zum anderen engagiert er sich als Vizepräsident des Deutschen Forstvereins, als Vorstandsmitglied bei der Stiftung Wald in Not, als Mitglied im Landesforstausschuss RheinlandPfalz und im Forstausschuss der Landwirtschaftkammer RheinlandPfalz sowie im Kuratorium der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg. Von 1991 bis 1995 war Ilaender stellvertretender Vorsitzender bei der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände.

Hermann Ilaender wurde am 13. November 1933 in GelsenkirchenBuer geboren. Sein beruflicher Werdegang führte ihn von der Stadtverwaltung Soest über die Landkreisverwaltung Bonn zur Verwaltung des Deutschen Bundestages. Sein vorbildlicher Einsatz für die Belange der Mitarbeiter als Vorsitzender des Personalrates würdigte der Bundespräsident bereits 1980 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Im Mai 1983 wurde er zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen gewählt, wo er sich bis zu seiner Pensionierung im September 1999 intensiv für die Belange des Kommunal und Privatwaldes einsetzen konnte. Die Verbandsgemeinde Bad Hönningen gehört mit rund 3.700 ha Wald und einen Waldanteil von 64 % zu einer der waldreichsten Kommunen in RheinlandPfalz.

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