Alexander Freiherr von Elverfeldt

Baron von Elverfeldt wurde am 19.03.1929 in Marsberg im Hochsauerlandkreis geboren. Nach dem Abitur und dem Krieg absolvierte er eine Ausbildung in den drei Bereichen Land, Forstwirtschaft und Handel. Im Anschluss an seine Tätigkeiten bei mehreren technischen Betrieben in den USA und Deutschland übernahm er mit 33 Jahren die Leitung des eigenen land und forstwirtschaftlichen Betriebes. Dieser durchaus ungewöhnliche Werdegang spiegelt sein breites Interessensspektrum und seine Offenheit für Neues sehr gut wider.


Sein umfassendes Wissen und seine klaren Aussagen zu aktuellen forstpolitischen Problemen waren die Grundlagen für seine erfolgreiche Arbeit in verschiedenen forstlichen Gremien. Unter anderem engagierte sich von Elverfeldt als Vorsitzender des Waldbauernverbandes NordrheinWestfalen und des Forstausschusses bei der Obersten Forstbehörde NordrheinWestfalen, darüber hinaus im Vorstand bzw. Beirat des WestfälischLippischen Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes, beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik sowie in der Centralen Marketingagentur der Deutschen Agrarwirtschaft.
Seit 1974 war Freiherr von Elverfeldt als Privatwaldvertreter im Deutschen Forstwirtschaftsrat aktiv, zunächst in der Mitgliederversammlung und seit 1980 im Präsidium. Schließlich übernahm er nach seiner Wahl im Mai 1983 die Präsidentschaft des DFWR für sieben Jahre, bevor er aus gesundheitlichen und privaten Gründen von seinem Amt zurücktrat. Während seiner Präsidentschaft konnte er auf einige wichtige, den Wald und die Forstwirtschaft berührende Problembereiche wirkungsvoll Einfluss nehmen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren dabei in erster Linie die Diskussion um das Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz, die Erstellung eines forstwirtschaftlichen Leistungsberichtes, die Ausarbeitung von Förderungsgrundsätzen für forstwirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe, der Abbau von Hemmnissen, die einer verstärkten Holznutzung entgegenstanden und nicht zuletzt das zur damaligen Zeit alles umfassende Thema der immissionsbedingten Waldschäden.


Für seine großen Verdienste um den deutschen Wald und die Forstwirtschaft erhielt Alexander Freiherr von Elverfeldt 1986 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus zeichnete ihn 1990 der Deutsche Forstverein mit dem LorenzWappesPreis aus und 1991 wurde ihm die ProfessorWilhelmNiklasMedaille verliehen.


Mit der Übergabe seines Betriebes an seinen Sohn zog er sich 1991 gleichzeitig weitgehend von seinen überregionalen Ämtern zurück und widmete sich in erster Linie seiner Familie und den zahlreichen Freunden im In und Ausland.

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