Internationaler Tag des Waldes

PRESSEMITTEILUNG 04/17

Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. [DFWR], Georg Schirmbeck auf Tour für den deutschen Wald im Rahmen des Internationalen Tag des Waldes. „Für den Wald von Morgen müssen wir bereits heute aktiv werden“, so Schirmbeck. Gemeinsam mit Akteuren vor Ort wurden im Ems- und Münsterland zwei Pflanzaktionen durchgeführt.

Ems- und Münsterland, den 21.03.2017: Unterstützt durch die tatkräftige Hilfe einer 7.ten Klasse der Marienschule aus Lingen pflanzte Georg Schirmbeck mit Landrat Reinhard Winter junge Buchen unter dem schützenden Schirm eines lichten Kiefernaltholzes im Frerener Wald. Das Niedersächsische Forstamt Ankum hatte die Akteure hierzu eingeladen. „Das ist der Wald, den ihr selber mitgestaltet habt und für den ihr mitverantwortlich seid“, appelliert Schirmbeck an die Schülerinnen und Schülern. „Um dem ökologischen Wandel begegnen zu können, müssen wir bereits heute in unseren Wäldern ein breites Spektrum verschiedener Baumarten etablieren. Dazu gehören auch nichtheimische Baumarten wie die Douglasie. Die Mischung führt hier zum Erfolg!“, so Schirmbeck weiter.

Im Teutoburger Wald fand im Privatwald der Familie Storkamp eine weitere Pflanzaktion statt, die durch das Regionalforstamt Münsterland begleitet wurde. Georg Schirmbeck, Dr. Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW sowie Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW pflanzten hier Douglasien, Fichten und Eichen. Hintergrund der Aktion war auch hier der aktive Waldumbau hin zu klimaplastischen Mischbeständen, bei dem der private Waldbesitz von qualifiziertem Forstpersonal beraten wird. Schirmbeck wies darauf hin, dass „mehr hochqualifizierte Forstleute vor Ort notwendig sind, um einer zunehmenden Entfremdung des Waldbesitzes von seinem Wald entgegen zu wirken und neue forstfachliche Erkenntnisse auf die Fläche zu bringen. Nur so sind wir fit für die Adaption an den Wandel.“

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen [FAO] ins Leben gerufen, um auf die Folgen der globalen Waldvernichtung hinzuweisen. Seitdem finden bundesweit immer wieder Aktionen statt, bei denen auf die weltweiten Missstände hingewiesen beziehungsweise diesen durch aktive Arbeit des Waldbesitzes entgegengewirkt wird. 2017 steht der Internationale Tag des Waldes unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut“ und geht damit auf die wohltuenden Wirkungen des Waldes für den Menschen ein.

Rückblick auf IGW 2017

PRESSEMITTEILUNG 03/17

Erfolgreicher Auftritt der „Forstwirtschaft in Deutschland“ auf der IGW 2017 in Berlin. Unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut!“ wurden hochkarätige Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern am Branchenstand empfangen.

 

Vom 20. bis 29. Januar 2017 präsentierte sich die deutsche Forstwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche [IGW] in Berlin. Unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut“ konnten sich zahlreiche kleine wie große Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Leistungen des Waldes informieren. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Mitgliedsinstitutionen sowie einer Vielzahl von Unterstützern des Deutschen Forstwirtschaftsrates [DFWR] war der Auftritt ein voller Erfolg!

Auf den einzelnen Stationen und Sonderständen des Branchenstandes wurden unter anderem Schwerpunktthemen wie „Gesundheit, Sport, Erholung“, „Wald als Klimaschützer, natürliches Wasserwerk und Luftfilter“ sowie „Wald als Lieferant des Rohstoffes Holz“ aufgegriffen. Den Interessierten wurde nähergebracht, welche wichtigen Aufgaben der Wald erfüllt, die über die reine Erholungswirkung hinausgehen. Die multifunktionalen Wirkungsweisen des Waldes konnten entlang einer fast 50 Meter langen Holzmurmelbahn auf spielerische Weise entdeckt werden.

Ähnlich wie in den letzten Jahren erzielte der Branchenstand eine hohe Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern: Der DFWR geht davon aus, dass etwa jeder Fünfte den Stand besucht hat, überwiegend Privatpersonen. Aber auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern konnten begrüßt werden. Neben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, waren Ministerpräsidenten sowie Fachministerinnen und -minister der Länder der Einladung des DFWR gefolgt.

Die positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher auf den Branchenstand veranlasst den DFWR an seinen Bestrebungen festzuhalten, auch 2018 wieder auf der IGW Präsenz zu zeigen und über die herausragenden Leistungen der Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland zu informieren.

„Wenn wir mit den Menschen ins Gespräch kommen und sie für den Wald begeistern können, schaffen wir Akzeptanz für unsere Arbeit. Denn vielen Menschen ist nicht bewusst, was der Wald alles für sie leistet und wie wichtig die Arbeit der Waldbesitzenden und des Forstpersonals ist“, so Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR.

Einige Impressionen des Branchenstandes sowie der zahlreichen Besucherinnen und Besucher finden Sie auf der Homepage des DFWR unter folgendem Link:

http://dfwr.de/index.php/gallery/event/IGW2017

Wald trifft Politik die Zukunft der deutschen Forstwirtschaft

 

Marienkirche Dessau-Roßlau

 

67. Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates

Die 67. Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates wird vom 23. bis 25. April 2017 in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt stattfinden. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Die Rahmenplanung kann für diese Tage wie folgt skizziert werden:

Am Sonntag, dem 23.04.2017 finden die internen Sitzungen des Erweiterten Präsidiums und des Präsidiums statt. Diese Sitzungen sind den Mitgliedern der jeweiligen Gremien vorbehalten.

Das traditionelle Get-together steht ab 19:00 Uhr allen Gästen offen. Hierzu laden wir alle interessierten Tagungsteilnehmer herzlich ein! Dies erfolgt auf Selbstzahlerbasis. Lassen Sie uns in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommen.

Nach der offiziellen Begrüßung aller teilnehmenden Gäste und Mitglieder des Deutschen Forstwirtschaftsrates wird am Montag, den 24.04.2017 der Fokus auf die bevorstehende Bundestagswahl gerichtet. Die Podiumsdiskussion findet im Raddison Blu Fürst Leopold in Dessau statt.

Unter dem Motto „Wald trifft Politik – die Zukunft der Deutschen Forstwirtschaft“ diskutieren hochkarätige Vertreter der Bundestagsfraktionen, der FDP und der AfD über die Zukunft der Forstwirtschaft in Deutschland. Anschließend können Sie im Rahmen von Exkursionen die Vielfalt von Wald, Land und Menschen in der Region Dessau-Roßlau erkunden.

Der Tag klingt mit einer Festveranstaltung und einem Empfang der sachsen-anhaltischen Landesregierung aus.

Am Dienstagvormittag, den 25. April 2017 wird die Mitgliederversammlung des DFWR in der Zeit von 09:30 bis 12:30 Uhr stattfinden.

Das offizielle Einladungsschreiben und weitere Informationen werden wir Ihnen zu gegebener Zeit übersenden.

Bei weiteren Fragen rund um die Jahrestagung steht Ihnen die DFWR-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

 

EXKURSIONEN:

1. Auenwaldbewirtschaftung Lödderitz

Der Steckby-Lödderitzer Forst ist ein Naturschutzgebiet im Biosphärenreservat Mittelelbe. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Mittlere Elbe wird der Elbedeich im Lödderitzer Forst rückverlegt und der Auwald renaturiert. Dies ist ein Hauptbestandteil des derzeit größten WWF-Naturschutzprojekts in Deutschland. Hier entsteht ein in Mitteleuropa inzwischen einzigartiger Verbund von Auenwäldern, die wieder an die natürliche Überflutungsdynamik des Flusses angebunden werden.

Anhand einzelner Exkursionspunkte wird die forstliche Waldbewirtschaftung von Flussauen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Vorgaben dargestellt.

 

2. Besuch des Schlosses Mosigkau

Das Rokoko-Schloss Mosigkau wurde in den Jahren 1752 bis 1757 erbaut. Erste Entwürfe stammen vermutlich von dem Sanssouci-Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Die anhaltische Prinzessin Anna Wilhelmine war durch eine großzügige Grundstücksschenkung und eine beachtliche Apanage in die Lage versetzt worden, die glanzvolle Schloss- und Gartenanlage errichten zu lassen. Sie zählt heute zu den letzten noch weitestgehend erhaltenen Rokokoensembles Mitteldeutschlands und ist somit einzigartig.

 

3. Führung Bauhaus Dessau und Meisterhäuser

Mit der Ansiedlung des Bauhauses im Jahr 1925 erlangte die Stadt Dessau weltweite Bedeutung. Das Bauhaus ist eines der wichtigsten und interessanten Architekturdenkmäler des 20. Jahrhunderts. Es wurde nach Entwürfen von Walter Gropius erbaut und 1926 unter seiner Leitung als Hochschule für Gestaltung eröffnet.

Die Meisterhäuser in Dessau wurden von Walter Gropius als Unterkunft für die Meister des Bauhauses entworfen. Es waren gleichzeitig Musterhäuser für modernes Wohnen. Bauherr war die Stadt Dessau-Roßlau, die Bauhausmeister wohnten zur Miete.

Das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser wurden 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Bauhausbauten befinden sich im gesamten Stadtgebiet.

Hier finden Sie den Flyer zu der 67. Jahrestagung.

Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

 

Podiumsdiskussion auf der Internationalen Grünen Woche

PRESSEMITTEILUNG 02/17

Podiumsdiskussion zum Thema „Wald im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Anforderungen“. Der Deutsche Olympische Sportbund [DOSB] und der Deutsche Forstwirtschaftsrat [DFWR] bekunden Bereitschaft für eine gemeinsame Kooperation.

Berlin, den 20.01.2017: Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche [IGW] fand, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband [DBV], auf der Bühne des „ErlebnisBauernhofes“ (Halle 3.2) eine Podiumsdiskussion statt. Teilnehmende waren Dr. Karin Fehres vom DOSB, Prof. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland und Norbert Leben, Vizepräsident des DFWR. Anlass der Veranstaltung ist das Bestreben von DOSB und DFWR eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung auf den Weg zu bringen. Waldnutzende sollen für die jeweils anderen, berechtigten Interessen sensibilisiert, es soll für einen konstruktiven Dialog sowie für den gesellschaftlichen Mehrwert von Sport geworben und Verhaltensregeln im Umgang miteinander bzw. im Umgang mit dem (Wald-) Eigentum entwickelt werden.

Unter der Moderation von Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des DBV, widmeten sich die drei Diskutanten der Frage nach zu lösenden Herausforderungen, wie der Erreichbarkeit unorganisierter Erholungssuchender sowie der Frage, wie gemeinsame Kommunikationsstrategien und -medien bedient werden müssen.

Der DOSB stellt als Dachverband mit 27 Mio. Mitgliedschaften, von denen rund 5 Mio. ihren Erholungsschwerpunkt in der Natur haben, einen idealen Multiplikator dar, um für die Themen Wald, Forstwirtschaft, Erholung und Eigentum zu sensibilisieren. „Das Waldbetretungsrecht ist eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Regel – nicht nur für den Sport. Gleichermaßen gilt: Sportaktive haben im Wald nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, gewisse Spielregeln sind einzuhalten“, so Frau Dr. Fehres. Gleichzeitig fordert der DOSB eine bessere Kommunikation und Abstimmung der Waldbesitzenden mit den örtlichen Interessenvertretern des Sportes, wenn es um die Lenkung von Erholungssuchenden geht oder Wege bei Holzerntemaßnahmen kurzfristig gesperrt werden müssen.

Seit 2015 können Waldbesitzende mit einem „Erholungswaldzertifikat“ ihre besonderen Leistungen für Erholungssuchende durch PEFC zertifizieren lassen. Die Vision von Herrn Prof. Bitter ist, dass sich dieses Zertifikat als großflächiger Standard etabliert – analog des PEFC-Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung – und sich so ein partnerschaftlicher Umgang zwischen allen Akteuren im Wald einstellt.

Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin

PRESSEMITTEILUNG 01/17

Unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut“ präsentiert sich die deutsche Forstwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Vom 20. bis 29. Januar 2017 können sich die Messebesucher auf einem rund 400 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand über die vielfältigen und wohltuenden Waldfunktionen informieren und diese erleben. Zentrales, verbindendes Element zwischen „Erholung“, „Genuss“, „Gesundheit“ und „Klimaschutz“ ist eine Wald-Murmelbahn. Eingebettet in die Erlebnisschau „Multitalent Holz“ zeigen die Betriebe, Organisationen und Verbände der deutschen Forstwirtschaft, welche vielfältigen und positiven Wirkungen nachhaltig bewirtschafteter Wald auf uns und unser Leben hat. Viele Leistungen des Waldes sind lebensnotwendig für unsere Gesellschaft und tragen in erheblichem Maße zu unserem persönlichen Wohlbefinden bei. Neben Gesundheit, Erholung, Erlebnis und Genuss bieten bewirtschaftete Wälder wirkungsvollen Klimaschutz und liefern mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz nachhaltig Behaglichkeit und Lebensqualität.

Mit einer etwa 50 Meter langen Wald-Murmelbahn können die Messebesucher ihr eigenes Wohlbefinden „ins Rollen bringen“. Entlang des Parcours erfahren sie nicht nur Interessantes über den Wald und seine Möglichkeiten, sondern haben am Ende auch einen neuen jungen Baum für den „Grüne Woche Wald“ in Berlin erspielt. Die Bäume werden von den Berliner Forsten gepflanzt.

Die einzelnen Stationen und Sonderstände des Gemeinschaftsstandes greifen das Motto „Unser Wald tut dir gut“ auf und widmen sich jeweils einem ausgewählten Schwerpunktthema: Von „Gesundheit, Sport und Erholung“ über „Wald als Klimaschützer, natürliches Wasserwerk und Luftfilter“ sowie „Wald als Lieferant des Rohstoffes Holz“ bis hin zu „Wald als Ursprungsort für viele (Gaumen-)Genüsse“.

Schauen Sie vorbei und erleben Sie selbst! Den Gemeinschaftsstand des Deutschen Forstwirtschaftsrates finden Sie auf der IGW in Halle 4.2 (Stand 505) in der Zeit vom 20. bis zum 29. Januar 2017. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Klimaschutzplan 2050

Klimaschutzbemühungen: Verbandsarbeit erfolgreich. Anregungen des Wirtschaftsclusters Forst & Holz im Klimaschutzplan 2050 aufgenommen. Weiterer Einsatz für offene Forderungen notwendig!

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat [DFWR] begrüßt den Kabinettbeschluss zum „Klimaschutzplan 2050“ als eine „Totalüberarbeitung“ des bisherigen BMUB-Hausentwurfs durch die Bundesregierung mit zahlreichen fachlichen Richtigstellungen und drängt auf eine weitere Berücksichtigung der herausragenden Klimaschutzpotenziale des Wirtschaftsclusters Forst & Holz.

Berlin, den 28.11.2016: Mit dem Kabinettbeschluss vom 14.11.2016 zum „Klimaschutzplan 2050“ liegt im Vergleich zum BMUB-Hausentwurf vom 06.09.2016 nun eine umfangreich veränderte und erheblich verbesserte Langfriststrategie zum deutschen Klimaschutz vor. Durch die Streichung der zuvor zahlreichen tendenziösen Formulierungen wurde das Papier weitestgehend „entideologisiert“. Besonders bezüglich der die deutsche Forstwirtschaft betreffenden Textpassagen können nun grundsätzlich verbesserte und auf geltendes Recht abgestimmte Argumentationsketten sowie zahlreiche fachliche Richtigstellungen konstatiert werden. Der DFWR dankt allen Akteuren des deutschen Wirtschaftsclusters Forst & Holz, die sich an dem Entwicklungsprozess des Klimaschutzplanes als Dokument von nationaler Bedeutung beteiligt haben.

Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, kommentiert den Kabinettbeschluss zum Klimaschutzplan wie folgt: „Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass sich unsere „Frontarbeit“ als Spitzenverband der deutschen Forstwirtschaft gelohnt hat. Das Dokument ist im Vergleich zum BMUB-Hausentwurf hinsichtlich seiner den Wirtschaftscluster Forst & Holz betreffende Sachargumente nicht wiederzuerkennen! Viele (nicht alle!) unserer Anregungen wurden umgesetzt und zahlreiche Kritikpunkte ausgeräumt. Unter Berücksichtigung der Entwurfsfassung kann die bis dato finale Version des Klimaschutzplanes trotz weiterer Verbesserungspotenziale zurecht als ein absoluter Qualitätsgewinn bezeichnet werden! Es ist nicht vermessen, den auch vom DFWR mitgestalteten Klimaschutzprozess als ein Musterbeispiel erfolgreicher Verbandsarbeit zu bezeichnen. Nun gilt es jedoch, sich nicht zurückzulehnen, sondern auf das Erreichte aufzubauen und weiter für unsere guten Argumente zu streiten – im Interesse eines noch wirkungsvolleren Klimaschutzes durch eine noch leistungsfähigere multifunktionale, nachhaltige deutsche Forstwirtschaft.“

Allem voran wird positiv eingeschätzt, dass sowohl der noch den BMUB-Hausentwurf prägende Alleinfokus auf die „Kohlenstoff-Senkenfunktion“ des Waldes als auch die inflationären programmatischen Stilllegungsforderungen von Wald den Kabinettbeschluss nun nicht mehr belasten.

Die grundsätzliche Überarbeitung vom „Leitbild 2050“ und der „Meilensteine 2030“ zur Erlangung der deutschen Klimaschutzziele findet die weitestgehende Zustimmung und Unterstützung des DFWR. Darin besonders begrüßt, werden die folgenden Maßgaben:

  • Erhaltung und Verbesserung der Kohlenstoff-Senkenfunktion des Waldes sowie Ausschöpfung der noch verfügbaren CO2-Minderungspotenziale, u. a. durch eine nachhaltige Waldwirtschaft im Verbund mit einer vielfältigen Holzverwendung.
  • Schutz und Mehrung der Waldfläche.
  • Deklarierung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung als ein geeignetes und kostengünstiges Mittel zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes.
  • Betonung des Gleichklanges der ökologischen, ökonomischen und sozialen Waldfunktionen.
  • Anpassung der Wälder an den zu erwartenden Klimawandel und Erhöhung ihrer Klimaschutzleistungen durch die waldbauliche Integration standortgerechter, vitaler, produktiver, naturnaher und überwiegend heimischer Baumarten.
  • Steigerung einer intelligenteren Holzverwendung und zu diesem Zweck Neuauflage der „Charta für Holz“.
  • Stärkere Fokussierung der forstlichen Förderung der Forstbetriebe auf die Unterstützung bei der Bewältigung von klimawandelbedingten Herausforderungen.
  • Weitere Reduktion der Fremdstoffeinträge aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft als Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Existenzsicherung des Waldes.
  • Befürwortung der Kaskadennutzung in Kombination mit der Koppelnutzung sowie Steigerung von Materialeffizienz und Werkstoffrückführung zur bestmöglichen Rohstoffausnutzung.
  • Abbau der Hemmnisse einer stärkeren Verwendung langfristiger Holzprodukte.
  • Stärkung der internationalen Zusammenarbeit beim globalen Schutz und Wiederaufbau von Wäldern sowie ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung.
  • Beförderung des klimabewussten Verbraucherverhaltens durch die Intensivierung von Information, Aufklärung und Wissenstransfer.

Weitere Verbesserungs- bzw. Korrekturnotwendigkeiten sieht der DFWR in den folgenden Punkten:

  • Die herausragenden und sehr vielfältigen Positivwirkungen auf den Klimaschutz prädestinieren den Sektor „Forstwirtschaft“ für eine eigenständige Darstellung im KSP, was sowohl seine forstliche Umsetzung als auch das allgemein politische Klimaschutzhandeln befördern würde.
  • Die Forschungsdefizite zum Abbau der methodischen Schwierigkeiten bei der forstlichen Emissionsbilanzierung sind abzubauen und der Sektor „Forstwirtschaft“ in die nationalen Klimaziele einzubeziehen.
  • Die sekundären Klimaschutzleistungen des deutschen Wirtschaftsclusters Forst & Holz sind im Interesse einer wahrhaftigeren Bewertung seiner Klimaschutzwirkung und noch ausschöpfbaren -potenziale zu berücksichtigen.
  • Das Leitbildfragment „Klimapotenziale der natürlichen Waldentwicklung“ ist von der Bundesregierung zu erläutern und die diesbezüglich geplanten Umsetzungsmaßnahmen zu formulieren.
  • Neue Laubholz-Nutzungstechnologien zur höherwertigen Verwendung des im Zuge des Waldumbaues heranwachsenden Laubholzpotenzials sind von der Bundesregierung zu fördern.
  • Die forstlichen Möglichkeiten zur Offenlandgestaltung (Agroforestry, Kurzumtriebsplantagen, Feldgehölzsysteme) als wirkungsvolle Elemente zur Steigerung der Klimaschutzleistung des Sektors Forst & Holz sind bei den Klimaschutzdebatten zu berücksichtigen.

Weitere Informationen unter: http://dfwr.de/index.php/positionen

denlenfritptrues