Podiumsdiskussion auf der Internationalen Grünen Woche

PRESSEMITTEILUNG 02/17

Podiumsdiskussion zum Thema „Wald im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Anforderungen“. Der Deutsche Olympische Sportbund [DOSB] und der Deutsche Forstwirtschaftsrat [DFWR] bekunden Bereitschaft für eine gemeinsame Kooperation.

Berlin, den 20.01.2017: Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche [IGW] fand, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband [DBV], auf der Bühne des „ErlebnisBauernhofes“ (Halle 3.2) eine Podiumsdiskussion statt. Teilnehmende waren Dr. Karin Fehres vom DOSB, Prof. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland und Norbert Leben, Vizepräsident des DFWR. Anlass der Veranstaltung ist das Bestreben von DOSB und DFWR eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung auf den Weg zu bringen. Waldnutzende sollen für die jeweils anderen, berechtigten Interessen sensibilisiert, es soll für einen konstruktiven Dialog sowie für den gesellschaftlichen Mehrwert von Sport geworben und Verhaltensregeln im Umgang miteinander bzw. im Umgang mit dem (Wald-) Eigentum entwickelt werden.

Unter der Moderation von Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des DBV, widmeten sich die drei Diskutanten der Frage nach zu lösenden Herausforderungen, wie der Erreichbarkeit unorganisierter Erholungssuchender sowie der Frage, wie gemeinsame Kommunikationsstrategien und -medien bedient werden müssen.

Der DOSB stellt als Dachverband mit 27 Mio. Mitgliedschaften, von denen rund 5 Mio. ihren Erholungsschwerpunkt in der Natur haben, einen idealen Multiplikator dar, um für die Themen Wald, Forstwirtschaft, Erholung und Eigentum zu sensibilisieren. „Das Waldbetretungsrecht ist eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Regel – nicht nur für den Sport. Gleichermaßen gilt: Sportaktive haben im Wald nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, gewisse Spielregeln sind einzuhalten“, so Frau Dr. Fehres. Gleichzeitig fordert der DOSB eine bessere Kommunikation und Abstimmung der Waldbesitzenden mit den örtlichen Interessenvertretern des Sportes, wenn es um die Lenkung von Erholungssuchenden geht oder Wege bei Holzerntemaßnahmen kurzfristig gesperrt werden müssen.

Seit 2015 können Waldbesitzende mit einem „Erholungswaldzertifikat“ ihre besonderen Leistungen für Erholungssuchende durch PEFC zertifizieren lassen. Die Vision von Herrn Prof. Bitter ist, dass sich dieses Zertifikat als großflächiger Standard etabliert – analog des PEFC-Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung – und sich so ein partnerschaftlicher Umgang zwischen allen Akteuren im Wald einstellt.

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