EU stärkt Klimaschutz

Forst- und Holzwirtschaft der EU-Mitgliedstaaten behalten ihre Gestaltungsspielräume, um die Potentiale des Klimaschutzes und der Bioökonomie individuell zu optimieren.
 
„Der Ausschuss der Ständigen Vertreter bestätigt, dass eine nachhaltige Forstwirtschaft umfangreich zur aktiven Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels beiträgt“, so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates. „Die Forst- und Holzwirtschaft trägt maßgeblich zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens bei“, so Schirmbeck weiter.
Der Ausschuss der Ständigen Vertreter, der die Entscheidungen für den Europäischen Rat vorbereitet, hat dem Verhandlungsergebnis aus dem Trilog rund um die LULUCF-Verordnung (land use, land use-change and forestry) zugestimmt. So können die Mitgliedstaaten ihre maximal zu nutzende Holzmenge (Forstreferenzwert) frei gestalten und somit besser an ihre Gegebenheiten anpassen. Auch können sich die Mitgliedstaaten ihren Nettoabbau von Treibhausgasen aus Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft anrechnen lassen, also die Senkenleistungen der Forst- und Holzwirtschaft, z. B. durch Aufforstungen oder aus bewirtschafteten Wäldern.
Die Verordnung muss nun noch von dem Europäischen Rat bestätigt und vom Europäischen Parlament verabschiedet werden.
 
 
Zum Hintergrund: Die in dem Zeitraum von 2000 bis 2009 angewandten Forstpraktiken und Nutzungsintensitäten dienen als Grundlage, um eine durchschnittliche Holznutzungsmenge für die jeweiligen Mitgliedstaaten für den Zeitraum von 2020 bis 2030 zu berechnen. Daraus resultiert ein Gutschriften- bzw. Lastschriften-System in Bezug auf die CO2-Emissionen.