Internationaler Tag des Baumes

PRESSEMITTEILUNG 08/18
 
Internationaler Tag des Baumes. Gemeinsame Pflanzaktion im Landkreis Vechta bekräftigt die Bedeutung eines vorausschauenden Waldumbaus.
 
Holdorf, den 25.04.2018: Am „Internationalen Tag des Baumes“ pflanzten Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Dr. Wolfgang Krug, Bürgermeister der Gemeinde Holdorf, Friedhelm Biestmann, stellvertretender Landrat des Landkreises Vechta und Ulrich Zeigermann, Leiter des Niedersächsisches Forstamts Ankum, im sogenannten Jubiläumswald der Gemeinde Holdorf drei Esskastanien, den Baum des Jahres 2018. Angeleitet und unterstützt wurden sie von Forstwirt Joachim Lüssing sowie den beiden Forstwirtauszubildenden des Forstamtes Ankum, Alex Teuber und Frederik Mersfeld.
Schirmbeck betonte wie wichtig es sei, die Wälder auf den bereits spürbaren Klimawandel bestmöglich vorzubereiten. „Hierzu ist es unbedingt erforderlich, klimatolerante Baumarten zu pflanzen, um stabile Mischwälder zu schaffen, die auch Stürmen, wie jüngst „Friederike“, besser standhalten. Denn der Wald ist unser Kapital in Bezug auf Klimaschutz, Biodiversität, Erholung sowie Einkommen für rund 2 Millionen Waldbesitzende“, so Schirmbeck.
 
Für Bürgermeister Krug ist der 2010 zum 1.300-jährigen Jubiläum der Gemeinde auch mit Schülern angelegte „Jubiläumswald“ etwas Besonderes. Er ist stolz darauf, dass sich aus der ehemals sehr waldarmen Gemeinde mittlerweile die waldreichste im Landkreis Vechta entwickelt hat. Das hat auch mit dem Wasserwerk Holdorf des Oldenburgisch-Ostfriesischen-Wasserverbandes zu tun. Wie Forstamtsleiter Zeigermann zu berichten weiß, wurden seit 1989 systematische Aufforstungen in den Wasserschutzgebieten rund um das Wasserwerk und die Brunnen angelegt, um die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Über 160 Hektar neuer Wald sind seitdem um das Wasserwerk entstanden. Ein besonderer Wert wurde und wird dabei auf die Waldbegründung mit klimastabilen Baumarten gelegt. Zeigermann wies auf die Bedeutung und die Chancen hin, die mit der eigentlich aus dem Weinbauklima bekannten Esskastanie in Norddeutschland verbunden sind, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des zunehmenden Klimawandels. Auch der stellvertretende Landrat Biestmann betonte die Bedeutung von Wald, gerade für den Trinkwasserschutz. Dem Landkreis sei daran gelegen, den Wald und die Natur zu erhalten und keine Waldflächen oder Biotope zu verlieren.
 
Internationaler Tag des Baumes
Der Ausruf des Tages geht auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahr 1872 zurück. 1951 beschlossen die Vereinten Nationen jährlich am 25. April den Tag des Baumes zu begehen, um die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft hervorzuheben. In Deutschland wurde der Tag des Baumes erstmalig am 25. April 1952 begangen.