Newsky Kongress in St. Petersburg

PRESSEMITTEILUNG 06/17
 
Newsky Kongress in St. Petersburg: Deutsch-Russischer Erfahrungsaustausch zu Naturschutz und Forstwirtschaft.
 
Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats und Prof. Dr. Hubert Braun, Landesforstpräsident Sachsens und Geschäftsführer vom Staatsbetrieb Sachsenforst, sprachen im Rahmen des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs auf dem Newsky Kongress in St. Petersburg.
 
Schirmbeck verwies in seiner Rede auf die bereits 300-jährige Geschichte der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Bereich Naturerfassung und Forstwirtschaft. Er stellte dabei die Erfolge in der Gestaltung einer ökonomisch, aber auch ökologisch und sozial nachhaltigen Forstwirtschaft in Deutschland dar. „Die Deutsche Forstwirtschaft kann Instrumente und Erfahrungen in die deutsch-russische Zusammenarbeit zur Lösung globaler Aufgaben des Natur- und Klimaschutzes, die ohne Russland als Partner nicht zu lösen sind, einbringen“, so Schirmbeck. Walentina Matwijenko, die Vorsitzende des Föderationsrates Russlands, betonte in ihrer Rede die Bedeutung der Naturschutzgebiete Russlands für die Bevölkerung und wie wichtig diese mit Blick auf den Klimawandel sowie den Erhalt der Biodiversität sind.
 
Prof. Dr. Braun stellte bei dem Newsky Kongress die rechtlichen Grundlagen und organisatorischen Strukturen der Schutzgebiete in Sachsen vor. Dabei sieht er die Übertragung dieser Aufgaben an Sachsenforst als einen wesentlichen Erfolgsfaktor, da so sachsenweit eine einheitliche Verwaltung (Schutz, Pflege und Entwicklung) der Schutzgebiete und ein direkter Wissenstransfer vom Kompetenzzentrum Wald- und Forstwirtschaft in die Fläche erfolgen kann. Somit gelingt es, den Naturschutz als integrativen Bestandteil einer multifunktionalen Forstwirtschaft umzusetzen.
 
Im Rahmen des Besuchs trafen die Deutschen Experten auch die Leitungsebene der Behörde für Forstwirtschaft und Schutzgebiete des Leningrader Gebiets sowie den Direktor eines Ausbildungszentrums für Forstwirtschaft. Themen der Gespräche waren u. a. die multifunktionale Nutzung der Wälder, Strategien zur Verwaltung der Forstflächen und Schutzgebiete sowie die aktuelle Entwicklung der Forstwirtschaft und Möglichkeiten der deutsch-russischen Zusammenarbeit. Der forstfachliche Austausch wird durch das Projekt „Transfer deutscher Fachexpertise für internationale nachhaltige Forstwirtschaft“ (ProInFo), welches von der BLE finanziert wird, unterstützt.

Wald trifft Politik die Zukunft der deutschen Forstwirtschaft

PRESSEMITTEILUNG 05/2017

Politik und Forstseite diskutierten im Rahmen der 67. Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. in Dessau-Roßlau unter dem Motto „Wald trifft Politik“ über die Zukunft der Deutschen Forstwirtschaft. Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, begrüßt die Aussagen der Politik und freut sich über den angestoßenen Dialog.

Dessau-Roßlau, 24.04.2017: Stets war die Politik auf den bislang 66 Jahrestagen des Deutschen Forstwirtschaftsrates [DFWR] vertreten. Im Rahmen der 67. Jahrestagung in Dessau-Roßlau unter dem Titel „Wald trifft Politik“ wählte der DFWR ein neues Veranstaltungsformat. Politiker sprachen nicht über die deutsche Forstwirtschaft, sondern mit Vertretern der Deutschen Forstwirtschaft. Die forstpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der

  • Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, vertreten durch Harald Ebner, MdB
  • Bundestagsfraktion CDU/CSU, vertreten durch Cajus Caesar, MdB
  • Bundestagsfraktion DIE LINKE, vertreten durch Dr. Kirsten Tackmann, MdB
  • Bundestagsfraktion SPD, vertreten durch Petra Crone, MdB
  • und die FDP, vertreten durch Dr. Friedrich Bullinger, MdL in Baden-Württemberg

stellten ihre Ideen für die Forstwirtschaft der Zukunft dar, diskutierten ihre Gedanken sowohl untereinander als auch mit den Mitgliedern des DFWR. Die AfD war ebenfalls geladen, schickte allerdings keinen Kandidaten.

Das Ziel des Formats bestand darin, unter der charmanten Regie der MDR-Moderatorin, Victoria Herrmann, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und damit auch das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Wurde das Ziel erreicht? Manche mit der Forstwirtschaft befasste Person mag enttäuscht worden sein. Das war zu erwarten, weil viele Forstleute das Standing des Waldes und der Forstwirtschaft in der Politik falsch einschätzen. Aus der Sicht des DFWR-Präsidenten, Georg Schirmbeck, gab es das von ihm erwartete Ergebnis: „Es ist ein langer Weg bis wir uns wirklich verstehen. Wir kennen jetzt die Ausgangslage. Wir haben angefangen. Eine Alternative gibt es nicht! Die Fortsetzung muss und wird unmittelbar nach der Bundestagswahl folgen. Alle Forstleute bleiben dauerhaft aufgefordert, den regelmäßigen sachlichen Kontakt und das Gespräch zu den Abgeordneten aller Parteien zu suchen und zu pflegen“, so Schirmbeck. „Durch Politikerschelte oder Europaverunglimpfung lösen wir keine einzige forstpolitische Herausforderung der Gegenwart und erst recht nicht der Zukunft“, so Schirmbeck weiter.

Erfreulich bleibt festzustellen, dass die Mitglieder des DFWR sich bei den wichtigen sachlichen Themen sehr einig sind. Dass der DFWR „die Stimme der Forstwirtschaft“ ist, das zeigte sich unter anderem bei der mit großer Zustimmung und großem Beifall aufgenommenen Rede des Staatssekretärs Dr. Aeikens aus dem BMEL, aber auch durch den Empfang des Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Dr. Haseloff, sowie bei den Gesprächen mit der sachsen-anhaltinischen Forstministerin, Frau Prof. Dr. Dalbert. Die Politik erwartet, dass die Deutsche Forstwirtschaft mit einer Stimme spricht. DFWR-Präsident Schirmbeck: „Das gelingt uns auch immer besser. Unsere Mitgliederzahlen steigen. Weitere Mitglieder sind auf dem Weg zu uns. Dessau-Roßlau wird ein Meilenstein sein. Es war ein wichtiger Schritt, um zukünftig in der Politik die Unterstützung zu finden, die für die Deutsche Forstwirtschaft angemessen ist.“

Internationaler Tag des Waldes

PRESSEMITTEILUNG 04/17

Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. [DFWR], Georg Schirmbeck auf Tour für den deutschen Wald im Rahmen des Internationalen Tag des Waldes. „Für den Wald von Morgen müssen wir bereits heute aktiv werden“, so Schirmbeck. Gemeinsam mit Akteuren vor Ort wurden im Ems- und Münsterland zwei Pflanzaktionen durchgeführt.

Ems- und Münsterland, den 21.03.2017: Unterstützt durch die tatkräftige Hilfe einer 7.ten Klasse der Marienschule aus Lingen pflanzte Georg Schirmbeck mit Landrat Reinhard Winter junge Buchen unter dem schützenden Schirm eines lichten Kiefernaltholzes im Frerener Wald. Das Niedersächsische Forstamt Ankum hatte die Akteure hierzu eingeladen. „Das ist der Wald, den ihr selber mitgestaltet habt und für den ihr mitverantwortlich seid“, appelliert Schirmbeck an die Schülerinnen und Schülern. „Um dem ökologischen Wandel begegnen zu können, müssen wir bereits heute in unseren Wäldern ein breites Spektrum verschiedener Baumarten etablieren. Dazu gehören auch nichtheimische Baumarten wie die Douglasie. Die Mischung führt hier zum Erfolg!“, so Schirmbeck weiter.

Im Teutoburger Wald fand im Privatwald der Familie Storkamp eine weitere Pflanzaktion statt, die durch das Regionalforstamt Münsterland begleitet wurde. Georg Schirmbeck, Dr. Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW sowie Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW pflanzten hier Douglasien, Fichten und Eichen. Hintergrund der Aktion war auch hier der aktive Waldumbau hin zu klimaplastischen Mischbeständen, bei dem der private Waldbesitz von qualifiziertem Forstpersonal beraten wird. Schirmbeck wies darauf hin, dass „mehr hochqualifizierte Forstleute vor Ort notwendig sind, um einer zunehmenden Entfremdung des Waldbesitzes von seinem Wald entgegen zu wirken und neue forstfachliche Erkenntnisse auf die Fläche zu bringen. Nur so sind wir fit für die Adaption an den Wandel.“

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen [FAO] ins Leben gerufen, um auf die Folgen der globalen Waldvernichtung hinzuweisen. Seitdem finden bundesweit immer wieder Aktionen statt, bei denen auf die weltweiten Missstände hingewiesen beziehungsweise diesen durch aktive Arbeit des Waldbesitzes entgegengewirkt wird. 2017 steht der Internationale Tag des Waldes unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut“ und geht damit auf die wohltuenden Wirkungen des Waldes für den Menschen ein.

Rückblick auf IGW 2017

PRESSEMITTEILUNG 03/17

Erfolgreicher Auftritt der „Forstwirtschaft in Deutschland“ auf der IGW 2017 in Berlin. Unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut!“ wurden hochkarätige Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern am Branchenstand empfangen.

 

Vom 20. bis 29. Januar 2017 präsentierte sich die deutsche Forstwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche [IGW] in Berlin. Unter dem Motto „Unser Wald tut dir gut“ konnten sich zahlreiche kleine wie große Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Leistungen des Waldes informieren. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Mitgliedsinstitutionen sowie einer Vielzahl von Unterstützern des Deutschen Forstwirtschaftsrates [DFWR] war der Auftritt ein voller Erfolg!

Auf den einzelnen Stationen und Sonderständen des Branchenstandes wurden unter anderem Schwerpunktthemen wie „Gesundheit, Sport, Erholung“, „Wald als Klimaschützer, natürliches Wasserwerk und Luftfilter“ sowie „Wald als Lieferant des Rohstoffes Holz“ aufgegriffen. Den Interessierten wurde nähergebracht, welche wichtigen Aufgaben der Wald erfüllt, die über die reine Erholungswirkung hinausgehen. Die multifunktionalen Wirkungsweisen des Waldes konnten entlang einer fast 50 Meter langen Holzmurmelbahn auf spielerische Weise entdeckt werden.

Ähnlich wie in den letzten Jahren erzielte der Branchenstand eine hohe Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern: Der DFWR geht davon aus, dass etwa jeder Fünfte den Stand besucht hat, überwiegend Privatpersonen. Aber auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern konnten begrüßt werden. Neben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, waren Ministerpräsidenten sowie Fachministerinnen und -minister der Länder der Einladung des DFWR gefolgt.

Die positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher auf den Branchenstand veranlasst den DFWR an seinen Bestrebungen festzuhalten, auch 2018 wieder auf der IGW Präsenz zu zeigen und über die herausragenden Leistungen der Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland zu informieren.

„Wenn wir mit den Menschen ins Gespräch kommen und sie für den Wald begeistern können, schaffen wir Akzeptanz für unsere Arbeit. Denn vielen Menschen ist nicht bewusst, was der Wald alles für sie leistet und wie wichtig die Arbeit der Waldbesitzenden und des Forstpersonals ist“, so Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR.

Einige Impressionen des Branchenstandes sowie der zahlreichen Besucherinnen und Besucher finden Sie auf der Homepage des DFWR unter folgendem Link:

http://dfwr.de/index.php/gallery/event/IGW2017

Podiumsdiskussion auf der Internationalen Grünen Woche

PRESSEMITTEILUNG 02/17

Podiumsdiskussion zum Thema „Wald im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Anforderungen“. Der Deutsche Olympische Sportbund [DOSB] und der Deutsche Forstwirtschaftsrat [DFWR] bekunden Bereitschaft für eine gemeinsame Kooperation.

Berlin, den 20.01.2017: Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche [IGW] fand, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband [DBV], auf der Bühne des „ErlebnisBauernhofes“ (Halle 3.2) eine Podiumsdiskussion statt. Teilnehmende waren Dr. Karin Fehres vom DOSB, Prof. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland und Norbert Leben, Vizepräsident des DFWR. Anlass der Veranstaltung ist das Bestreben von DOSB und DFWR eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung auf den Weg zu bringen. Waldnutzende sollen für die jeweils anderen, berechtigten Interessen sensibilisiert, es soll für einen konstruktiven Dialog sowie für den gesellschaftlichen Mehrwert von Sport geworben und Verhaltensregeln im Umgang miteinander bzw. im Umgang mit dem (Wald-) Eigentum entwickelt werden.

Unter der Moderation von Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des DBV, widmeten sich die drei Diskutanten der Frage nach zu lösenden Herausforderungen, wie der Erreichbarkeit unorganisierter Erholungssuchender sowie der Frage, wie gemeinsame Kommunikationsstrategien und -medien bedient werden müssen.

Der DOSB stellt als Dachverband mit 27 Mio. Mitgliedschaften, von denen rund 5 Mio. ihren Erholungsschwerpunkt in der Natur haben, einen idealen Multiplikator dar, um für die Themen Wald, Forstwirtschaft, Erholung und Eigentum zu sensibilisieren. „Das Waldbetretungsrecht ist eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Regel – nicht nur für den Sport. Gleichermaßen gilt: Sportaktive haben im Wald nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, gewisse Spielregeln sind einzuhalten“, so Frau Dr. Fehres. Gleichzeitig fordert der DOSB eine bessere Kommunikation und Abstimmung der Waldbesitzenden mit den örtlichen Interessenvertretern des Sportes, wenn es um die Lenkung von Erholungssuchenden geht oder Wege bei Holzerntemaßnahmen kurzfristig gesperrt werden müssen.

Seit 2015 können Waldbesitzende mit einem „Erholungswaldzertifikat“ ihre besonderen Leistungen für Erholungssuchende durch PEFC zertifizieren lassen. Die Vision von Herrn Prof. Bitter ist, dass sich dieses Zertifikat als großflächiger Standard etabliert – analog des PEFC-Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung – und sich so ein partnerschaftlicher Umgang zwischen allen Akteuren im Wald einstellt.

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