ELDATsmart

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Auch für Wald & Forstwirtschaft stellen sich daher zwangsläufig die folgenden drei Fragen:

  1. Sind wir gewillt, uns diesen technologischen Entwicklungen zu stellen und sie zu nutzen?
  2. Sind wir hinreichend vorbereitet?
  3. Verfügen wir über die notwendigen technologischen Standards ?

 

ELDAT – Der Standard für Forst und Holz

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ELDAT ist die Abkürzung für „ELektronischer DATenstandard für Holzdaten“

ELDAT ist der im Jahre 2002 eingeführte Standard für die digitale Kommunikation und den elektronischen Datenaustausch entlang der Holzlogistikkette in Deutschland.

ELDAT ist also die allgemeine Einigung aller an der Holzlogistikkette Beteiligten über Aufbau und Gültigkeit der anfallenden Datensätze.

ELDAT strukturiert alle entlang der Holzlogistikkette anfallenden Informationen nach einem praxisbewährten Muster (Ort und Format der Dateneingaben).

ELDAT eröffnet damit allen Marktteilnehmern die Möglichkeit, die holzbezogenen Informationen digital, lückenlos, schnell, sicher, einheitlich, einfach und effizient zu verarbeiten.

ELDAT-normierte Datenstrukturen sorgen dafür, dass die interessierenden Informationen in die jeweiligen Warenwirtschaftsprogramme der Marktteilnehmer verlustfrei kopiert und in die betriebsspezifischen Datenbankstrukturen korrekt eingeordnet werden können.

ELDAT beschleunigt damit nicht nur die Datenverarbeitung entlang der Holzlogistikkette erheblich, sondern schließt zugleich auch das Fehlerpotenzial manueller Dateneingaben aus.

ELDAT ist folglich kein aktives Programm, es bildet den passiven Rahmen für den digitalen Informationsverarbeitungsprozess.

ELDAT erleichtert allen an der Holzlogistikkette partizipierenden Akteuren aus Forstwirtschaft, Holzwirtschaft und Transportwesen den elektronischen Datenaustausch und generiert damit wirtschaftlich relevante Effizienzgewinne.

ELDAT muss Produkte definieren, die Logistikplanung unterstützen und die elektronische Daten-Kommunikation befördern.

ELDAT muss nicht Forststrukturen abbilden und auch nicht die Naturalbuchführung der Forstbetriebe abbilden.

ELDAT vernetzt die Datenströme aller Teilnehmer an der Holzlogistikkette und befördert somit deren Marktzugang, die Kommunikationsoptimierung und die Effizienzsteigerung.

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Warum wird nun „ELDATsmart“ entwickelt?

Ursprünglich wurde ELDAT nach der Idee eines Warenkorbes konzipiert, um der individuellen Ausprägung des Naturproduktes Rohholz sowie den vielfältigen Anforderungen der Holzabnehmer, die aus diesem Rohstoff sehr unterschiedliche Produkte fertigen, Rechnung zu tragen. Das heißt, ELDAT bietet zwar ein breites Variantenspektrum, um Rohholz zu beschreiben, aber der Datenaustausch erfordert auch stets eine Abstimmung und Übereinkunft zwischen den beteiligten Logistikpartnern. Jeder Anwender muss auf Basis des vorgegebenen ELDAT-Warenkorbs mit seinen Geschäftspartnern seine eigene informationstechnische Lösung in bilateraler Abstimmung schaffen. Dies ist zwischenzeitlich für die großen Betriebe der Forst- und Holzwirtschaft erfolgt.

Im Laufe der Jahre stellte sich jedoch heraus, dass der notwendige Abstimmungsprozess für kleinere Betriebe aus Forst- und Holzwirtschaft ohne tiefere IT-Kenntnisse eine so hohe Hürde darstellt, dass ELDAT dort nach wie vor nur unzureichend genutzt wird. Für eine flächendeckende Anwendung von ELDAT in der Branche ist es daher erforderlich, im Zusammenspiel aller Beteiligter in der Forst-Holz-Kette eine praxisgerechte und zukunftsfähige Lösung zu entwickeln.

Diese Lösung soll ELDATsmart sein. Dieser „neue ELDAT-Standard“ muss zwar auf der Basis bereits getroffener Vereinbarungen im Rahmen von ELDAT beruhen, aber eine wesentlich stärkere Standardisierung vornehmen und einen Kompromiss zwischen Nutzerfreundlichkeit und Systemintegration schaffen. Dazu sollen auf der Basis definierter und standardisierter Logistikprozesse in Abstimmung mit den Projektpartnern aus Forst und Holz informationstechnische Lösungen entwickelt und innerhalb des Standards umgesetzt werden, die es den Anwendern ermöglichen, die wichtigsten Basisfunktionen ohne einzelfallweise Anpassung auszuführen.

In ELDATsmart soll nicht mehr das Warenkorbprinzip zur Anwendung kommen, sondern ein den Holzbereitstellungsprozess abbildendes Modulprinzip. Mit Hilfe der vier Module

(1) Holzbereitstellungsmeldung (in Diskussion)

(2) Transportauftrag (geplant)

(3) Elektronischer Lieferschein (geplant) und

(4) Werksmaßprotokoll (in Vorbereitung)

soll die bisher im ELDAT-Standard verankerte Datenstruktur erheblich vereinfacht und damit die Anwendbarkeit erhöht werden.

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Neben der elektronischen Lösung im Rahmen von ELDATsmart werden zugleich der Datentransfer anwenderfreundlich visualisiert (ELDAT Basic Viewer) und die Kommunikationswege eindeutig beschrieben. Unterbrechungen der Informationsketten, wie sie bislang im ELDAT-Standard durch seine Schnittstellen und Medienbrüche möglich waren, sollen somit verhindert werden.

ELDATsmart soll den ELDAT-Standard auf die Ebene eines „intelligenten“ Standards heben und beide Anforderungen – Universalität durch Warenkorbprinzip und Eindeutigkeit der Standardprozesse – miteinander verbinden.

Die mit der Entwicklung von ELDATsmart angestrebte Verschlankung und Straffung des etablierten ELDAT-Branchenstandards soll vor allem mittleren und kleineren Betrieben der Forst- und Holzbranche die Anwendung von ELDAT ermöglichen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend globalisierten Markt erhöhen. Eine erfolgreiche Verbesserung des ELDAT-Standards vermag zudem weitere nationale und internationale Geschäftspartner zu akquirieren, wovon die gesamte Branche profitiert.

Das Forschungsprojekt „ELDATsmart“

Der bislang verbreitete ELDAT-Standard wird gegenwärtig im Rahmen eines von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes überarbeitet, um die Effizienz des digitalen Holzdatenaustausches weiter anwenderorientiert zu steigern.

Unter dem Projekttitel „ELDATsmart“ wirken hierfür seit dem 01.11.2015 das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF), die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (agr) und der Deutsche Forstwirtschafstrat (DFWR) zusammen. Bis zum 31.10.2017 werden die gegenwärtige Nutzungsweise des ELDAT-Standards evaluiert, vorhandene Potenziale zur weiteren Effizienzsteigerung des Datentransfers sondiert und darauf aufbauend eine anwenderfreundliche Computeranwendung entwickelt. Damit sollen besonders die kleinen und mittleren Waldbesitzer sowie Unternehmen in die Lage versetzt werden, ohne weitere aufwändige und teure eigene EDV-Implementierungen den Standard nutzen und folglich stärker am Holzmarkt partizipieren zu können.

 

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Zum jetzigen Zeitpunkt werden mögliche bzw. notwendige Strukturverbesserungen des ELDAT-Standards diskutiert.

Alle Interessierten sind zur Mitwirkung eingeladen.

Nächster Termin:

12.12.2016 (11:30 bis 17:30 Uhr; im Anschluss Abendprogramm) und 13.12.2016 (9:00 bis 12:00 Uhr)

Ort:

Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik, Spremberger Straße 1, 64823 Groß-Umstadt.

Die derartig im Konsens der Beteiligten erreichten Standarddefinitionen werden dann ab März 2017 umfangreichen Praxistests unterzogen.

Auch zu diesem Evaluierungsprozess, der zu Beginn des Jahres 2017 genau terminiert wird, sind alle interessierten ELDAT-Nutzer herzlich eingeladen.

Nutzen Sie die Chance und gestalten Sie den ELDAT-Standard zu Ihrem Vorteil mit!

 

Alle hierfür wichtigen Informationen erhalten Sie von den nachfolgenden Ansprechpartnern:

Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF),

Spremberger Str. 1, 64820 Groß-Umstadt, Tel.: 06078-7850

Herr Marius Kopetzky, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (agr),

Dorotheenstraße 54, 10117 Berlin, Tel.: 030-7202043884

Herr Lukas Freise, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Frau Katy Mahnke, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Deutscher Forstwirtschafstrat e. V. (DFWR),

Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904560,

Herr Dr. Dr. Matthias Noack, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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