„Wir können nur hoffen, dass es in den nächsten beiden Jahren in Berlin viel regnen wird!“

Deutscher Forstwirtschaftsrat äußert sich zu Zustand der Berliner Wälder


Am Dienstag, dem 18.12., stellte der Berliner Umweltstaatssekretär Stefan Tidow den Waldzustandsbericht des Landes Berlin 2018 vor. Georg Schirmbeck, Präsident des deutschen Forstwirtschaftsrats, lobte die Anstrengungen zum Waldumbau, die sich darin zeigen. „Der Bericht zeigt deutlich, dass eine Mischung von Laubbäumen mit Nadelbäumen der einzige Lösungsansatz in diesen für die Wälder schweren Zeiten ist. Mich freut, dass die Kiefer für die meisten Berliner Standorte immer noch gut geeignet zu sein scheint: Trotz des extrem trockenen Jahres 2018 gibt es bei ihr bisher nur geringe Schäden“, so Schirmbeck.


Schirmbeck sieht den nächsten Jahren besorgt entgegen: „Die Daten des Jahres 2017 zeigen uns die Spätfolgen der Trockenjahre 2015 und 2016. Ähnlich werden wir die Folgeschäden des noch trockeneren Jahres 2018 auch erst in den nächsten Jahren sehen. Das eine feuchte Jahr 2017 hat zur Erholung der Bäume nicht ausgereicht.“ Er sei oft in der Hauptstadt, hat aber andere Wünsche für das Wetter als die meisten Stadtbewohner: „Wir können nur hoffen, dass es in den nächsten beiden Jahren in Berlin viel regnen wird!“


Schirmbeck teilt die Bestürzung des Herrn Staatssekretär Tidow, dass 75 % der im Herbst 2017 neu gepflanzten 385.000 Bäumchen vertrocknet sind. Die Reaktion der Berliner Forste, nächstes Jahr 300.000 neue zu setzen, sei genau richtig: „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen! Sobald das Frühjahr anbricht, müssen wir raus auf die Fläche, neu pflanzen und auf Regen hoffen. Nur so kann der Umbau zum klimaplastischen Mischwald gelingen!“