DFWR tritt breitem Bündnis für mehr Gleisanschlüsse im Schienennetz bei

Auf Initiative des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) setzen sich 37 Verbände und Organisationen aus Industrie, Handel, Logistik und öffentlichen Einrichtungen gemeinsam für die Stärkung und Förderung von Gleisanschlüssen im deutschen Schienennetz ein. Die beteiligten Akteure haben dazu diese Woche in Berlin ihre eigens erarbeitete Gleisanschluss-Charta an Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, und Dr. Torsten Sevecke, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen der Freien und Hansestadt Hamburg überreicht.
 
Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats: „Holz auf der Schiene zu transportieren ist insbesondere in Katastrophenjahren wie diesen essentiell, um die riesigen Mengen an Schadholz aus dem Wald zu bekommen und einer möglichst hochwertigen Nutzung zuführen zu können. In manchen Regionen hat sich seit Kaiser Wilhelm in Sachen Gleisanschlüssen außer Rückbau nichts getan! Dabei benötigt gerade der ländliche Raum dringend verbesserte Infrastruktur. Grundsätzlich sehen wir den Holztransport auf der Schiene auch aufgrund seiner hervorragenden Treibhausgasbilanz als wesentlichen Baustein für die Zukunft. Deswegen unterstützen wir die Gleisanschlusscharta und begrüßen die Initiative des VDVs! Beginnen sollte man mit einer Reaktivierung der vielerorts noch vorhandenen stillgelegten Gleise, gleichzeitig sollte in die nötigen Planungsverfahren für neue Trassen so schnell wie möglich eingestiegen werden!“   
 
 
Enak Ferlemann, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ich bin gespannt auf die Vorschläge in der Gleisanschluss-Charta. Wir werden uns jeden einzelnen davon genau ansehen und  einen Machbarkeits-Check durchführen. Ich freue mich besonders, dass so viele Akteure aus der Branche mit der Gleisanschluss-Charta gerade zum jetzigen Zeitpunkt dieses sehr wichtige Themenfeld aufgreifen und an die Öffentlichkeit bringen. So können wir den Schwung für den Neustart der Gleisanschlussförderung nutzen.“
 
Dr. Torsten Sevecke, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg: „Schienengüterverkehr lebt von guten Zugangsmöglichkeiten zum Bahnnetz. Der Hamburger Hafen ist der größte Eisenbahnhafen Europas und damit zentraler Start- bzw. Zielpunkt für Güterverkehr, den wir weiter stärken wollen. Dabei ist es wichtig, dass es in ganz Deutschland Gleisanschlüsse zum Be- und Entladen von Güterzügen gibt.“
 
Weitere Informationen:
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.
Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald. Die privaten Waldeigentümer verfügen über 48 Prozent des Waldes, die Körperschaften (z.B. Kirchen) und Kommunen verfügen über 19 Prozent, Bund und Länder über 33 Prozent.
Die AGDW setzt sich für die Interessen der rund zwei Millionen privaten Waldeigentümer ein, die mit ihrer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche bewirtschaften.
 
Kontakt:
Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Franz Thoma, Geschäftsführer
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 560
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Sebastian Schreiber, Pressesprecher
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 571
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Aktuelle Meldung

DFWR-Präsident Schirmbeck spricht Grußworte zu den 5. KWF-Thementagen aus, die unter dem Thema „Walderschließung heute – neue Wege zur Logistik“ in Mittelhessen am 26./27. Juni 2019 stattfinden.  

 
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde der Forstwirtschaft,
 
für eine aktive und nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder in Deutschland sind erfolgreiche Partnerschaften unerlässlich. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) ist für die Forstwirtschaft ein wesentlicher Partner und unterstützt insbesondere im technisch-wissenschaftliche Bereich mit Technologien und Verfahren. Die deutsche Forstwirtschaft zeichnet sich durch ihren weltweit anerkannten guten Ruf sowie durch hohe Standards für eine moderne, arbeitssichere sowie geprüfte Forsttechnik aus. Hierfür setzt sich das KWF vorbildlich ein und ist ein wichtiger Baustein.
 
 
Die Arbeitsbedingungen im Wald und die Forsttechnik entwickeln sich ständig weiter. Alle im und am Wald Arbeitenden benötigen und erwarten Arbeitshilfen, welche die Wirtschaftlichkeit, Ergonomie und Umweltverträglichkeit besonders berücksichtigen sowie erprobte und geprüfte Entscheidungshilfen für Forsttechnik anbieten. Durch seine Arbeit sorgt das KWF dafür, dass unsere Forstexpertinnen und -experten vor allem sicher ihren Job, beziehungsweise ihrer Berufung nachgehen können. Nur wenn wir die Qualität und Sicherheit auf höchstem Niveau halten, kann die nachhaltige Waldwirtschaft unter Einsatz hochmotivierter und gut ausgebildeter Kolleginnen und Kollegen aufrechterhalten werden.
 
 
Im Hinblick auf den Klimawandel und die damit einhergehenden Kalamitäten steigen die Anforderungen an die Wälder und ihre Erschließungssysteme. Das Fokusthema „Walderschließung heute - Neue Wege zur Logistik“ der 5. KWF-Thementage in Mittelhessen rückt hierzu passend seinen Fokus auf die Bedeutung logistischer Konzepte und Walderschließung, insbesondere in Zeiten wie diesen. Welche Dynamik die Auswirkungen des Klimawandels für den Wald bekommen können, haben Waldbesitzende und Forstleute das letzte Jahr deutlich gespürt. Die Schäden in den Wäldern übertreffen in vielen Regionen Deutschlands die Schäden des Waldsterbens vor 35 Jahren. Wenn sich die Prognosen bestätigen, setzt sich dieses Szenario 2019 fort. Eine solide Walderschließung und Logistik sind wichtige Voraussetzungen, um den Herausforderungen des Klimawandels und der Folgen für Waldwirtschaft und Waldbesitzende zu begegnen.
 
 
Liebe Freundinnen und Freunde der KWF-Thementage, nutzen Sie diese Chance zum Austausch mit Fachleuten. Lassen Sie uns gemeinsam die kommenden Herausforderungen bewältigen. Ich wünsche der Veranstaltung einen guten Verlauf, viele spannende Diskussionen sowie gute persönliche Gespräche.
 
Herzlich
 
Ihr
 
Georg Schirmbeck
Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V.
 
 

Lebensraum Wald

DFWR-Präsident Schirmbeck: „Biodiversität im Wald ist eine wesentliche Leistung und Ergebnis verantwortungsvoller Arbeit von Waldbesitzenden und Forstleuten seit Generationen“
 
Berlin, 22. Mai. Nachhaltige Waldbewirtschaftung fördert die biologische Vielfalt. Jüngste Auswertungen des Bundesamtes für Naturschutz zum Wald zeigen die besten Werte seit dem Beginn der Erhebungen im Jahr 1990. „Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass dieses Ergebnis vor allem auch ein Verdienst der umsichtigen Arbeit von Generationen von Waldbesitzenden und Forstleuten ist, die unseren Respekt verdienen“, sagt Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.
 
Der deutsche Wald beherbergt von allen mitteleuropäischen Ökosystemen die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten - in der Summe vermutlich weit über 10.000. Das bestätigt der Indikatorenbericht der Bundesregierung zur „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“. „Dem Landschaftsraum Wald und der Forstwirtschaft wurde mit 87 Prozent der beste Wert aller Flächennutzungen bescheinigt,“ betont Schirmbeck.
 
Es gehört zum waldgesetzlichen Auftrag und zum forstlichen Selbstverständnis, den Wald so zu bewirtschaften, dass er seinen verschiedenen Funktionen für die Gesellschaft möglichst umfassend gerecht wird. Ein vielfältiger und gemischter Wald ist meist artenreicher und in der Regel stabiler und widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen und Schadorganismen. Diese Erkenntnis setzen die Forstleute in der Bundesrepublik bereits seit mehr als 30 Jahren im Waldbau um. „Die Weiterentwicklung der Wälder in naturnahe, strukturreiche und klimaflexible Wälder ist sehr komplex, benötigt sehr viel Erfahrung und geht nicht von heute auf morgen.
 
Schirmbeck äußert: „Deshalb ist es auch ganz entscheidend, dass wir unser Klima schützen. Die Bundesregierung ist gefordert endlich zu handeln, wenn wir den Wald, so wie wir ihn kennen und schätzen, erhalten wollen. Die moderne Forstwirtschaft ist bereit und trägt ihren Teil dazu bei die CO2- Senkenfunktion der Wälder durch Waldwirtschaft zu gestalten und gleichzeitig Lebensräume für Arten zu schaffen und zu erhalten.
 
Weltweit gesehen sind eine Millionen Tier- und Pflanzenarten, laut Weltreport zum Artensterben des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) von Anfang Mai, vom Aussterben bedroht. Umso wichtiger ist es, die vorbildliche und nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland weiter zu fördern und entsprechende Rahmenbedingungen für eine Bewirtschaftung sicherzustellen, um dem weltweiten Trend etwas entgegenzusetzen. Die Nutzung von Holz aus heimischen Wäldern ist ein wesentlicher Baustein in der Diskussion um den Klimawandel und Biodiversität. Waldbesitzende und Forstleute setzen sich mit Ihrer Arbeit unter anderem dafür ein, dass sich Arten entfalten können. „Artenschutz beschränkt sich dabei nicht nur darauf, Bäume alt werden zu lassen und die Nutzung für bestimmte Waldbereiche einzustellen,“ sagt Schirmbeck.
 
Schirmbeck weiterhin: „Bestimmte Arten benötigen eine aktive Gestaltung des Lebensraumes Wald durch die Forstwirtschaft, damit sie sich ansiedeln oder erhalten werden können.“ Das Auerwild zum Beispiel, das in bestimmten Regionen Deutschlands vorkommt, benötigt genügend Lücken, also Freiflächen. Mehr Licht im Wald begünstigt eine vielfältige Bodenvegetation, Bäume mit niedrigen Ästen und eine hohe Strukturvielfalt. „Auf diese Weise entstehen für den größten Hühnervogel Europas deutlich bessere Nahrungs- und Versteckmöglichkeiten für Altvögel und frisch geschlüpfte Küken,“ sagte Schirmbeck. Schneisen und die Abwechslung von dichtem und lockerem Baumbestand erleichtern dem ungeschickten Flieger das Landen und Starten und sorgen gleichzeitig für Deckung. „Diese Strukturen tun nicht nur dem Auerhuhn gut, sie locken viele Insekten an und sind für andere bedrohte Vogelarten, Fledermäuse und Reptilien wertvoll,“ betonte der DFWR-Präsident. So könne durch Vielfalt am Waldboden dem Auerhuhn geholfen und die Biodiversität gefördert werden.
 
Förderprogramme der Länder unterstützen die Waldbesitzenden dabei noch mehr zu tun und in Naturschutzleistungen zu investieren. Schirmbeck: „Das sind finanzielle Anreize, die nur einen Bruchteil des tatsächlichen Aufwandes abdecken“. Schirmbeck mahnte in diesem Zusammenhang auch an, den Respekt im Umgang mit den Waldbesitzenden und Forstleuten zu wahren. „Wir brauchen für den Naturschutz im Wald mehr Verlässlichkeit in die politischen Rahmenbedingungen und die Akteure. Dazu zählen unter anderem angemessene Ausgleichsleistungen für die Waldbesitzenden bei Investitionen in Artenschutzmaßnahmen,“ forderte Schirmbeck.
 
Weitere Informationen:
 
Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt

Seit 2001 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell angenommen wurde. Artenvielfalt, auch Artendiversität genannt, ist ein Maß für die Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes oder geographischen Gebietes und somit für die Vielfalt von Flora und Fauna.
 
Indikatoren für den Naturschutz

Der bundesweite Indikator für „Naturschutz, Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ dient der Erfolgskontrolle der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und der nationalen Strategie für nachhaltige Entwicklung in Deutschland, der Bundesregierung. Der Indikator ist eine Maßzahl, die aus den Bestandsgrößen von 51 ausgewählten repräsentativen Brutvogelarten ermittelt wird. Die aktuellen Bestandsgrößen werden ins Verhältnis zu einem jeweils artspezifischen Zielwert für das Jahr 2015/2030 gesetzt und über die Arten der Teilindikatoren gemittelt. Die Teilindikatoren erlauben Aussagen zum Zustand der Hauptlebensraum- und Landschaftstypen.
Die Veröffentlichung des BfN zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für das (jüngste veröffentlichte) Berichtsjahr 2015 belegt die positive Entwicklung der Biodiversität im Wald.
Von allen Hauptlebensraumformen hat der Wald den besten Wert. Ebenso ist es in der Zeitreihe Wälder der beste jemals erreichte Wert.
https://www.bfn.de/themen/monitoring/indikatoren/naturschutz.html
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR)
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.
 
Kontakt:
Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Geschäftsführer Franz Thoma
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 560
Fax: 030-31904 564
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Klimaschutz


DFWR-Präsident Schirmbeck: „Forst- und Holzwirtschaft sind für die Speicherung von klimaschädlichen CO2 systemrelevant!“

Berlin 18. Juli 2019: Die Wälder in Deutschland leiden unter den Folgen des Klimawandels in einem extremen Ausmaß. Noch ist Deutschland zu 30 Prozent bewaldet. Um den Wald in seinem Bestand zu erhalten sind Waldbesitzende aktuell und in Zukunft extrem gefordert. Absterbende Bäume werden gefällt und aus dem Wald abtransportiert. Vertrocknete Jungpflanzen müssen ersetzt und bis zu 110.000 Hektar Kahlflächen mit klimastabilen, naturnahen Mischbaumarten wieder neu bepflanzt werden.

Die Bundespolitik muss jetzt handeln: für die Zukunft unserer Wälder, Waldbesitzenden und damit für die Zukunft der Gesellschaft.

Die Klimaschutzleistung unserer Wälder kann nur dann stattfinden, wenn diese Wälder auch weiterhin erhalten bleiben. „Deshalb ist es essentiell, dass Wälder einerseits bewirtschaftet und an den Klimawandel angepasst werden, andererseits das Holz mit dem darin gespeicherten CO2 geerntet und zu Holzprodukten verarbeitet wird. In Deutschland sind bis zu 350 Mio. Tonnen Kohlenstoff in Holzprodukten gespeichert. Je länger die Produkte in Gebrauch sind, desto besser fürs Klima“, sagt Georg Schirmbeck, Präsident des deutschen Forstwirtschaftsrates. Wesentlich für die Einsparung von CO2 ist aber auch der Ersatz fossiler Brennstoffe und Energieträger durch den nachwachsenden Rohstoff Holz.

„Damit leisten Forstwirtschaft und Holzverwendung einen Klimaschutzbeitrag von jährlich 14 Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands“, betont der DFWR-Präsident. Dieser Klimaschutzbeitrag durch die Aufnahme von CO2 in unseren Wäldern und Holzprodukten muss durch die Politik und Gesellschaft honoriert und in Wert gesetzt werden.

„Die Anstrengungen und Leistungen der Waldbesitzenden sind durch eine zweckgebundene CO2-Abgabe für den Wald anzuerkennen, die auf den Ausstoß klimaschädlicher Rohstoffe erhoben wird“, betont Schirmbeck.

Journalist Franz Alt brachte es in einer ARD-Sendung zu Auswirkungen zum Klimawandel auf den Punkt: „Klimaschutz kostet - aber kein Klimaschutz kostet die Zukunft.“

„Was wir im Moment erleben sind die Folgen einer Klimaschutzpolitik, die so nicht weiter gehen kann. Wir müssen als Gesellschaft dringend unsere CO2-Emmissionen herunterfahren und gleichzeitig die Waldbewirtschaftung als wesentlichen Baustein der Lösung für unser Klimaproblem und CO2-Aufnahme mit allen möglichen Mitteln unterstützen“, betont Schirmbeck.

Waldministerin Julia Klöckner forderte mindestens 600 Mio. Euro aus dem Waldklimafond der Bundesregierung für die Wiederaufforstung klimastabiler, naturnaher Mischwälder bereitzustellen. Damit sollen Waldbesitzende in Deutschland bei der Wiederaufforstung einer Gesamtschadfläche unterstützt werden, die der halben Landesfläche des Saarlandes entspricht. Diese Unterstützung ist dringend notwendig. Die zunehmende Dynamik der Klimawandelfolgen, die an der raschen Abfolge der Schadereignisse im Wald von Sturm, Dürre und Borkenkäfer vor allem 2018 und 2019 sichtbar ist, bringt Waldbesitzende zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Einkünfte fehlen, weil das Schadholz in einem überlasteten Markt nicht mehr absetzbar ist.

Es hat sehr lange gedauert, bis die Brisanz in den deutschen Wäldern die Bundespolitik erreicht hat. Eine zweckgebundene CO2-Abgabe könnte in einen Risikofond für die Forstwirtschaft eingezahlt werden und dazu beitragen, dass Hilfe schneller im Wald ankommt und sich klimabedingte Schadereignisse für die Waldbesitzenden nicht existenzbedrohend aufschaukeln.

 
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR)
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.
 
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Europawahl 2019 Wahlprüfsteine zur Forstwirtschaft

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und die AGDW – Die Waldeigentümer rufen geschlossen auf, an den Europawahlen am 26. Mai teilzunehmen.

Die anstehenden Europawahlen sind für die Waldeigentümer und für die Bewirtschaftung unserer Wälder von großer Bedeutung. Die Folgen des Klimawandels sind eine Bedrohung für die Wälder in Deutschland. Waldbesitzende und Forstleute in Deutschland und ganz Europa bekommen die Auswirkungen des Klimawandels immer stärker zu spüren.

Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. (DFWR), weist deshalb auf die Wichtigkeit der Europawahl hin: „An der Urne können wir jetzt entscheiden, wie die Forstpolitik in Zukunft gestaltet werden soll! Politisches Handeln und Unterstützung für eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure ist insbesondere in Zeiten des Klimawandels von wesentlicher Bedeutung – sowohl national, als auch auf Europäischer Ebene.“

„Auch für die zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland ist die Wahl sehr wichtig“, sagt Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Viele Gesetze und Vorgaben, die auf die Bewirtschaftung und Pflege unserer Wälder Einfluss haben, kommen aus Brüssel. Deshalb zählt jede Stimme.“ Darüber hinaus sei die Teilnahme an der Europawahl wichtig, um die Europäische Union zu stärken. „Eine hohe Wahlbeteiligung und ein starkes Parlament sind eine wichtige Säule für eine starke europäische Gemeinschaft.“

Die Zuständigkeit für die Forstpolitik liegt laut Vertrag der Europäischen Union zwar bei den einzelnen Mitgliedsstaaten, der Einfluss der EU in anderen Politikbereichen, wie z.B. der Klimapolitik, auf viele forstrelevante Aspekte nimmt jedoch stetig zu.

Daher haben beide Organisationen gemeinsam Wahlprüfsteine erstellt und an alle Parteien versandt. Ihre Positionen auf fünf Fragen zu wesentlichen Themen der Forstwirtschaft haben die zur Europawahl antretenden Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, AfD, FDP, Freie Wähler und die Piratenpartei bei der Beantwortung der Wahlprüfsteine dargelegt. Auf Grundlage dieser Beiträge können sich Wählerinnen und Wähler gezielt zu den Positionen der Parteien rund um das Thema Forstwirtschaft für die anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament informieren.

Die Antworten der Parteien finden Sie unter https://dfwr.de/index.php/forstpolitik/wahlpruefsteine oder hier: Übersicht Wahlprüfsteine

Weitere Informationen:

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald. Die privaten Waldeigentümer verfügen über 48 Prozent des Waldes, die Körperschaften (z.B. Kirchen) und Kommunen verfügen über 19 Prozent, Bund und Länder über 33 Prozent.

Die AGDW setzt sich für die Interessen der rund zwei Millionen privaten Waldeigentümer ein, die mit ihrer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche bewirtschaften.

Kontakt:

Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Geschäftsführer Franz Thoma
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Wald und Wild im Klimawandel

DFWR-Präsident Schirmbeck: „Hoher Wildverbiss gefährdet den Umbau in klimastabile Mischwälder.“

Der Wald leidet unter den Auswirkungen des Klimawandels. Waldbesitzende und Forstleute sind deshalb umso mehr gefordert, den Wald mit seinen wichtigen Ökosystemfunktionen auch für die Zukunft zu erhalten. „Die Wilddichte kann einen maßgeblichen Einfluss auf die natürliche Entfaltung des Waldes haben“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, am Montag (6. Mai), bei einem Waldspaziergang in der Oberförsterei Lübben. Im Wald vor Ort waren auch die parlamentarischen Staatssekretäre Rita Schwarzelühr-Sutter vom Bundesumweltministerium BMU und Michael Stübgen vom Bundesandwirtschaftsministerium BMEL sowie der Ausschussvorsitzenden Alois Gerig und weitere Mitglieder vom Bundesfachausschuss Landwirtschaft und Ländlicher Raum des Bundestages, die der Einladung forstlicher Verbände in den Wald in der Rochauer Heide gefolgt sind.

Waldbesitzende und Forstleute haben schon vor 30 Jahren begonnen, die Wälder in klimastabile, leistungsfähige, arten- und struktureiche Mischwälder umzubauen. Ein maßgeblich begrenzender Faktor ist dabei vielerorts das Schalenwild, wie zum Beispiel Rot- und Rehwild, die insbesondere junge Bäume als schmackhafte Nahrung aufnehmen und damit ihr Wachstum stören, oder die Pflänzchen zum Absterben bringen. Ist die Wilddichte auf einem für den Wald und dessen erfolgreiche Verjüngung zu hohem Stand, beeinträchtigt der Verbiss die Bäume der nächsten Waldgeneration in der Regel so stark, dass der Umbau in struktureiche Mischwälder nicht erreicht werden kann.

„Diese Bäume fehlen dann dem klimastabilen und widerstandsfähigen Wald von morgen. Das kann sich die Gesellschaft nicht leisten, angesichts des spürbaren Klimawandels und der dadurch verursachten aktuellen Waldschäden“, betonte Schirmbeck und fordert ein Umdenken. Die Jagd ist eine der wichtigsten Stellschrauben, die über Erfolg oder Misserfolg der nächsten Waldgeneration entscheiden kann. Schirmbeck: „Die Jäger sind für die Forstwirtschaft ein sehr wichtiger Partner. Nur in einer gemeinsamen Anstrengung von Jägern und Walbesitzenden kann es gelingen, unsere Wälder an den Klimawandel anzupassen und für die nächsten Generationen zu erhalten.“

Derzeit kämpfen Waldbesitzende und Forstleute in ganz Deutschland darum, den Wald in seinem Bestand zu sichern. Absterbende Bäume müssen gefällt und aus dem Wald abtransportiert, riesige Kahlflächen wieder aufgeforstet und vertrocknete Jungpflanzen ersetzt werden. „Wenn wir unser Waldkulturerbe retten wollen, müssen Politik und Gesellschaft ihre Anstrengungen für mehr Klimaschutz deutlich erhöhen“, betonte der DFWR-Präsident. Neben Soforthilfen von zusätzlich mindestens 100 Millionen Euro Bundesmittel jährlich für den Wald sind gesetzliche Regelungen notwendig, die darüber entscheiden ob es uns gelingt, die Wälder vor den Klimafolgen wirksam zu schützen.

In Bezug auf die Jagd bedeutet dies auch Änderungen im Bundesjagdgesetz, die eine notwendige Einregulierung überhöhter Wildbestände rechtlich erleichtern sollen. Klimastabile arten- und strukturreichere Mischwälder sind nur mit an den Standort angepassten Wildbeständen sicher zu erreichen.

Schirmbeck: „Die Jäger müssen stärker am Erflog des Waldumbaus beteiligt werden. Vielfach sind die Folgen überhöhter Wildbestände weder Jägern noch den Waldbesitzenden bewusst.“ „Periodische Vegetationsgutachten auf Revierebene könnten, bundesweit eingeführt, dazu beitragen, auf faktenbasierter Grundlage die Bejagung an den Wuchsmöglichkeiten der nächsten Waldgeneration auszurichten“, betonte Schirmbeck.

Eine bisweilen erhobene Forderung, zur Verjüngung vorgesehene Waldflächen zu zäunen, kann keine generelle Lösung sein. Neben den hohen Kosten geht dem Wild Lebensraum verloren, was wiederum den Druck auf der verbleibenden Waldfläche erhöht.

Schirmbeck empfiehlt, die Förderrichtlinien des Bundes und der Länder dahingehend zu überarbeiten, dass sich Zahlungen vor allem auch am Wuchserfolg der nächsten Waldgeneration orientiert, beispielsweise an ihrem Verbisszustand als Ausdruck angepasster Wildbestände.

Weitere Informationen:

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.

 

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