80. Geburtstag von Freiherr von Schorlemer

Osnabrück, 27.04.2018: Freiherr Reinhard von Schorlemer, Land- und Forstwirt aus Bippen im Landkreis Osnabrück, vollendete am 27. April sein 80. Lebensjahr. Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, dankte dem Jubilar für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Interessen der Land- und Forstwirtschaft sowie des gesamten ländlichen Raumes. Von Schorlemer habe sich – großartig unterstützt durch seine Frau Monika – als Kommunalpolitiker, als Landtags- und Bundestagsabgeordneter sowie als Vorsitzender der AGDW - Die Waldeigentümer mit großem Erfolg gerade auch für die Interessen des privaten Waldbesitzes eingesetzt. Im Präsidium des DFWR sei er ein guter Vermittler der forstlichen Interessen gewesen, so Schirmbeck. Für sein beispielhaftes Engagement hat der DFWR Freiherr von Schorlemer 2017 zum Ehrenmitglied ernannt.

Joachim Lüssing, Alex Teuber, Ulrich Zeigermann, Georg Schirmbeck, Frederik Mersfeld, Friedhelm Biestmann, Dr. Wolfgang Krug (v.l.n.r., Foto: Rainer Städing)

Internationaler Tag des Baumes

PRESSEMITTEILUNG 08/18
 
Internationaler Tag des Baumes. Gemeinsame Pflanzaktion im Landkreis Vechta bekräftigt die Bedeutung eines vorausschauenden Waldumbaus.
 
Holdorf, den 25.04.2018: Am „Internationalen Tag des Baumes“ pflanzten Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Dr. Wolfgang Krug, Bürgermeister der Gemeinde Holdorf, Friedhelm Biestmann, stellvertretender Landrat des Landkreises Vechta und Ulrich Zeigermann, Leiter des Niedersächsisches Forstamts Ankum, im sogenannten Jubiläumswald der Gemeinde Holdorf drei Esskastanien, den Baum des Jahres 2018. Angeleitet und unterstützt wurden sie von Forstwirt Joachim Lüssing sowie den beiden Forstwirtauszubildenden des Forstamtes Ankum, Alex Teuber und Frederik Mersfeld.
Schirmbeck betonte wie wichtig es sei, die Wälder auf den bereits spürbaren Klimawandel bestmöglich vorzubereiten. „Hierzu ist es unbedingt erforderlich, klimatolerante Baumarten zu pflanzen, um stabile Mischwälder zu schaffen, die auch Stürmen, wie jüngst „Friederike“, besser standhalten. Denn der Wald ist unser Kapital in Bezug auf Klimaschutz, Biodiversität, Erholung sowie Einkommen für rund 2 Millionen Waldbesitzende“, so Schirmbeck.
 
Für Bürgermeister Krug ist der 2010 zum 1.300-jährigen Jubiläum der Gemeinde auch mit Schülern angelegte „Jubiläumswald“ etwas Besonderes. Er ist stolz darauf, dass sich aus der ehemals sehr waldarmen Gemeinde mittlerweile die waldreichste im Landkreis Vechta entwickelt hat. Das hat auch mit dem Wasserwerk Holdorf des Oldenburgisch-Ostfriesischen-Wasserverbandes zu tun. Wie Forstamtsleiter Zeigermann zu berichten weiß, wurden seit 1989 systematische Aufforstungen in den Wasserschutzgebieten rund um das Wasserwerk und die Brunnen angelegt, um die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Über 160 Hektar neuer Wald sind seitdem um das Wasserwerk entstanden. Ein besonderer Wert wurde und wird dabei auf die Waldbegründung mit klimastabilen Baumarten gelegt. Zeigermann wies auf die Bedeutung und die Chancen hin, die mit der eigentlich aus dem Weinbauklima bekannten Esskastanie in Norddeutschland verbunden sind, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des zunehmenden Klimawandels. Auch der stellvertretende Landrat Biestmann betonte die Bedeutung von Wald, gerade für den Trinkwasserschutz. Dem Landkreis sei daran gelegen, den Wald und die Natur zu erhalten und keine Waldflächen oder Biotope zu verlieren.
 
Internationaler Tag des Baumes
Der Ausruf des Tages geht auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahr 1872 zurück. 1951 beschlossen die Vereinten Nationen jährlich am 25. April den Tag des Baumes zu begehen, um die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft hervorzuheben. In Deutschland wurde der Tag des Baumes erstmalig am 25. April 1952 begangen.
Georg Schirmbeck (DFWR) und Xaver Haas (DHWR) bei der Unterzeichnung der RVE (Foto: DFWR)

Rahmenvereinbarung ELDAT unterzeichnet

Die Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Xaver Haas, haben am 23. April 2018 in Berlin die „Rahmenvereinbarung ELDAT“ (RVE) der Plattform Forst & Holz unterzeichnet.

Die RVE regelt die digitale Datenlogistik zwischen Wald und Werk zur holzbasierten Wertschöpfung, um die digitale Datenlogistik zwischen Wald und Werk zur holzbasierten Wertschöpfung bundesweit einheitlich zu gestalten. Die Plattform Forst & Holz, ein Zusammenschluss von DFWR und DHWR, sieht in der Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsabläufen in der Forst- und Holzwirtschaft die Zukunft und eine notwendige Entwicklung hin zu einer „Wirtschaft 4.0“.

Grundlage für eine Optimierung von digitaler Datenerhebung, -kommunikation und -nutzung in der Branche stellt die gemeinsame Weiterentwicklung elektronischer Standards dar. Die Plattform Forst & Holz bekennt sich deshalb zu einem gemeinsamen Datenstandard ELDAT und fördert seine Verbreitung. Sie empfiehlt den Unternehmen der Forst- und Holzbranche, bei der Übermittlung von Daten im Cluster Forst und Holz ELDATsmart als neuen Datenstandard gemeinsam und bundesweit einheitlich zu verwenden.

Die gesamte Vereinbarung finden Sie hier
Joggerin im Wald (Quelle: DOSB und Frank Molter)

Der Wald Sportraum, Muntermacher, Alleskönner

Sport und bewegungsaktive Erholung im Wald haben für die Menschen einen hohen Mehrwert. Insbesondere für die Gesundheit spielt die aktive Betätigung eine große Rolle.
 
Was ist das Besondere am Sport im Wald? Welche Sportarten werden überhaupt im Wald betrieben? Welche Formen der Zusammenarbeit von Forst- und Sportorganisationen existieren bereits, wo gibt es Konflikte und wie kann man sie lösen? Wie kann der Wert einer multifunktionalen Forstwirtschaft (auch) für die Erholungsnutzung deutlich gemacht werden? Zu diesen und weiteren Aspekten veröffentlichen der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und DOSB in loser Folge Fachbeiträge, Interviews und Essays.
 
Den Auftakt macht ein Essay von Frank Heike, Hamburg. Auch wenn man vom Hamburger Stadtwald, hier am Beispiel „Niendorfer Gehege“, nur begrenzt auf den Bayerischen Wald, den Pfälzerwald oder den Schwarzwald schließen kann, vermittelt Frank Heike, wie faszinierend und zugleich schützenswert Wälder sind und wie „bewegend“ Sport im Wald sein kann. Das Essay eröffnet einen ebenso individuellen wie engagierten Zugang zum Thema „Wald.Sport.Bewegt“. 
 
Ein grüner Muntermacher mitten in der Stadt
 
Den gesamten Artikel finden Sie hier

DFWR und DOSB unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Natur- und Wirtschaftsraum Wald ist Deutschlands größte Sportarena. Forstwirtschaft und Sport schließen Kooperationsvereinbarung „Wald.Sport.Bewegt.“
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), Vertretung der deutschen Forstwirtschaft mit rund zwei Millionen Waldbesitzenden, sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports mit 101 selbständigen Mitgliedsorganisationen und rund 90.000 Sportvereinen, haben gestern in Berlin unter dem Titel „Wald.Sport.Bewegt“ eine strategisch ausgerichtete Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
 
Der Wald in Deutschland, der circa ein Drittel der Landesfläche bedeckt, erfüllt vielfältige Aufgaben. Er bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und ist zugleich Wasserspeicher und Sauerstoffproduzent. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes fördert den Klimaschutz, garantiert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und schafft die Infrastruktur für Ausgleich und Erholung. Der Wald ist als Sport- und Erholungsraum für die Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Sport und bewegungsaktive Erholung im Wald haben für die Menschen in Deutschland einen hohen Wert. Insbesondere für die Gesundheit spielt die aktive Betätigung im Wald eine große Rolle. Sportliche Aktivitäten stellen eine besonders intensive Form der Naturerfahrung dar und können so für den Schutz des Waldes und dessen nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung sensibilisieren.
Das Thema „Sport im Wald“ hat deutlich an Bedeutung gewonnen. Um die positiven individuellen und gesellschaftlichen Wirkungen von Sport im Wald zu fördern und über die Bedeutung des Waldes sowie über den Wert einer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft zu informieren, haben DOSB und DFWR eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.
 
„Millionen von Menschen in Sportdeutschland nutzen den Wald als Bewegungs- und Erholungsraum und machen ihn so zu einem großen Sportraum. Vor diesem Hintergrund wollen wir die Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft ausbauen und partnerschaftlich Projekte entwickeln. Selbstverständlich wollen wir auch den notwendigen Interessenausgleich zwischen Sport- und Forstorganisationen fördern und gemeinsam mit dem DFWR aktuelle Herausforderungen wie z.B. im Bereich Mountainbiking lösungsorientiert besprechen“, so DOSB-Präsident Alfons Hörmann.
 
DFWR-Präsident Georg Schirmbeck: „Forst- und Sportorganisationen müssen sich regelmäßig austauschen. Mehr als gestern! Wir haben viele gemeinsame Interessen, die wir gemeinsam erfolgreicher in Staat und Gesellschaft vertreten können. Wanderfreunde und Sporttreibende sollen Freude in unseren Wäldern haben. Gleichzeitig gilt es, rücksichtsvoll und vorsichtig zu sein, zum Beispiel wenn sie Holzerntearbeiten begegnen. Hierüber wollen wir auch vor Ort gerne ins Gespräch kommen. Gemeinsam sollten wir werben für einen naturnah und nachhaltig bewirtschafteten Wald, der uns einen wesentlichen Teil der Lebensqualität in Deutschland garantiert.“
 
Unter dem Dach der Kooperationsvereinbarung sind im Jahr 2018 zahlreiche Vorhaben geplant. So ist „Wald bewegt“ Leitthema des DFWR anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin, deren Tore für Besucher noch bis zum 28. Januar geöffnet sein werden. Die gemeinsame Internetseite www.waldsportbewegt.de will relevante Fachinformationen bündeln. Durch Empfehlungen und Handreichungen sowie eine abgestimmte Kommunikationsarbeit soll die Zusammenarbeit zwischen Sport- und Forstorganisationen auf regionaler Ebene systematisch unterstützt werden.
 
 
Ansprechpartner:
DOSB: Andreas Klages, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 069-6700351
DFWR: Wolf Ebeling, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 030-31904560
 
Zum Hintergrund:
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Wald trifft Politik im Deutschen Bundestag

Vertreter des Deutschen Forstwirtschaftsrates diskutieren mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Proaktive Kommunikation der Beiträge des Waldbesitzes zu Klimaschutzleistungen durch Waldbewirtschaftung notwendig. Bewirtschaftete Wälder signifikant artenreicher.

Unter dem Motto „Wald trifft Politik“ kamen am 17. Januar rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Forstwirtschaft und 25 Parlamentarier/-innen auf Einladung des DFWR in Berlin zusammen. Die beiden Referenten Herr Prof. Dr. Eduardo Rojas-Briales, Professor für Waldbau an der Universidad Politècnica de Valencia und ehemaliger Forstchef der FAO-Forst-Abteilung, sowie Herr Prof. Dr. Christian Ammer, Leiter der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Georg-August-Universität Göttingen, lieferten Impulse für eine Diskussion zu dem Themenkomplex „Was kann nachhaltige Waldbewirtschaftung für den Klima- und Biodiversitätsschutz leisten?“.
 
Rojas-Briales hob die Potentiale der Bioökonomie für die Ziele der Klimaschutzpolitik hervor. Eine weitere Vorratsanreicherung in den ohnehin bereits sehr vorratsreichen europäischen Wäldern hielt er für wenig zielführend, denn Holz könne bereits heute zahlreiche Öl-basierte Rohstoffe ersetzen. Er unterstrich die Bedeutung der Ressource Wald für den Klimaschutz sowie die Biodiversität und appellierte an die Waldbesitzer proaktiv zu kommunizieren, da dies sonst andere übernähmen.
 
Auch Ammer hob die Bedeutung bewirtschafteter Wälder für den Klimaschutz hervor. Den Fokus seiner Ausführungen richtete Ammer auf die Untersuchungsergebnisse zu den Auswirkungen verschiedener Waldbausysteme auf die Biodiversität. Anhand von Biodiversitäts-Exploratorien in Thüringen zeigte er auf, dass die im Rahmen einer multifunktional nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschafteten Wälder bedeutend artenreicher sind als unbewirtschaftete „Vergleichswälder“. Bei sechs von 15 Artengruppen wurden dort signifikant mehr Arten nachgewiesen als im unbewirtschafteten Wald. Dies gilt auch für die Waldspezialisten. Weiterhin verdeutlichen die Untersuchungsergebnisse, dass eine hohe Biodiversität auf Landschaftsebene eine hohe Vielfalt der angebotenen Lebensräume voraussetzt.
 
„Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die in Deutschland praktizierte nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft wichtige Beiträge für den Klimaschutz und die Artenvielfalt im Wald leistet. Der Deutsche Wald ist bei seinen Eigentümern in guten Händen. Seitens der Politik wünschen wir uns Vertrauen und die richtigen Weichenstellungen für zukünftige Herausforderungen. Wald trifft Politik! Lassen Sie uns unter diesem Motto im Gespräch bleiben“, so Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR.
 
 
Zum Hintergrund:
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.