Logos DFWR und FVA
 
 
 
Interaktives Seminar zur Öffentlichkeitsarbeit für Forstleute
 
Wie man in den Wald hineinruft…
Kommunikation im forstlichen Arbeitsalltag optimieren
 
Försterinnen und Förster, Waldbesitzende und andere mit dem Wald befasste Akteure begegnen bei ihrer täglichen Arbeit Menschen, die „ihren“ Wald aus ganz anderen Perspektiven betrachten und ihn in erster Linie als Freizeit- und Erholungsraum nutzen. Dem Wald fühlen sie sich emotional verbunden, forstwirtschaftlichem Handeln begegnen sie eher skeptisch. Auf Störungen, z.B. durch Sperrungen, reagieren sie in einigen Fällen mit deutlicher Kritik. Ihrem Ärger machen sie sowohl unmittelbar gegenüber den im Wald anzutreffenden Forstleuten als auch vermehrt über soziale Medien Luft.
 
Ausgangspunkt des Seminars ist die Frage, wie im alltäglichen Betrieb die Chance zur Kommunikation ergriffen und Verständigung gelingen kann.
 
In dem praxisbetonten Grundseminar geht es darum, Forstleuten in typischen Kommunikationssituationen mit Waldbesuchenden konkrete Unterstützung zu bieten. Grundlegende Zusammenhänge der Kommunikation und aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse – praxisgerecht aufbereitet – bilden hierfür die Basis. Mit Hilfe von Perspektivwechseln soll Verständnis für Argumentations- und Sichtweisen der Waldbesuchenden entwickelt werden, um auf „Augenhöhe“ erfolgreich in den Dialog treten zu können. Dabei werden konkrete Beispiele aus der Praxis bearbeitet und die eigene (Fach-) Sprache unter die Lupe genommen. Ziel dieser Methodik ist es, Kommunikationschancen zu erkennen und typische Missverständnisse zu vermeiden.
 
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich vorwiegend an vor Ort tätige Forstleute aller Waldbesitzarten, insbesondere an Revier-, Forstamts- oder Betriebsleitungen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetztes Funktionspersonal, aber auch an im Forstbetrieb aktive Waldbesitzende bzw. Mitarbeitende von Forstbetriebsgemeinschaften oder vergleichbare Organisationen.
 
Methoden
Vermittlung von theoretischem Wissen verknüpft mit praktischen Übungen anhand von realen Fallbeispielen (aus dem Teilnehmerkreis) in Gruppenarbeiten, Plenumsdiskussionen und im Erfahrungsaustausch.
 
 Programm
1. Tag: 9:15 bis 18:15 Uhr / 2. Tag: 8:00 bis 16:00 Uhr
  • Gelingende Alltagskommunikation in der Forstwirtschaft
  • Kommunikation – eine vielschichtige „Sache“
  • Ich und die Anderen – wahrnehmen und sich verständlich machen
  • Wie blicken Waldbesuchende auf Wald und Forst? – ein Perspektivwechsel
  • Vertrauen aufbauen
  • Emotionen zulassen
  • Gelingender Dialog – Fallbeispiele aus der Praxis mit Perspektivwechsel
  • Alltagskommunikation umsetzen – Arbeit an Fallbeispielen, anschließend gemeinsame Vorstellung und Beratung im Plenum
Hinweise
Das Seminar ist Teil eines durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Verbundprojektes des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. (DFWR) und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). Gemeinsamen haben die Projektpartner ein Seminarkonzept entwickelt, dass kommunikationstheoretische und forstwissenschaftliche Erkenntnisse mit Branchenkenntnissen und abgestimmten didaktischen Methoden verbindet. Aufgrund der Förderung des BMEL ist das Seminar kostenfrei, lediglich die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen. Diese belaufen sich auf ca. 30 bis 50 Euro für die Übernachtung im Einzelzimmer und ca. 20 bis 40 Euro für die Vollverpflegung.
 
Zum Projekt
Die Seminarreihe ist innerhalb eines Verbundprojektes des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA, Abteilung Wald und Gesellschaft) entstanden. Die Projektpartner treten als Verbund aus Wissenschaft und Praxis auf. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der FVA über forstliche Kommunikation und Konflikte wurden in geeigneter Form als Input und Übungen in das Seminarcurriculum integriert, welches von Frau Schüpphaus in enger Abstimmung mit den Projektpartnern konzipiert wurde.
Die FVA ist überdies für die Evaluation verantwortlich und begleitet die Schulungen wissenschaftlich. Letzteres bedeutet, dass auch während der Seminare und in Gesprächen mit Teilnehmenden Erkenntnisse über die Erfahrungen von Forstleuten im Umgang mit der Öffentlichkeit gesammelt und anonymisiert für die wissenschaftliche Forschung dokumentiert werden. Das beteiligte Team der FVA besteht aus einem Forst- und einem Umweltwissenschaftler sowie einer Soziologin und einer Medienwissenschaftlerin, die in verschiedener Zusammensetzung bei den einzelnen Seminaren anwesend sind.
 
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen regen Austausch!
 
 

Anmeldung für das Seminar "Qualifizierungskonzept Alltagskommunikation".

Datum, Uhrzeit 18.07.2019
Veranstaltungsende 19.07.2019
Registration Start Date 13.03.2019
Anmeldefrist 18.06.2019
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